Einen Blick hinter eines der meist benutzten und am wenigsten verstandenen Buzzwords der Zunft wirft gerade die Blogparade ‘Are we all Storytellers’ von Caroline Kliemt aka Reichweite. Einige schöne, interessante und unterhaltsame Artikel sind da schon zusammen gekommen. Der Schwerpunkt liegt bislang auf Techniken, Erfahrungen sowie Fallbeispielen unter anderem aus Social Media, PR und SEO Sicht.
Hier geht es um den Unterschied zwischen Unternehmenskommunikation auf der einen und Fiktion bzw. Dokumentation auf der anderen Seite der Storytellingmedaille. Unter anderem. Mehr lesen…
Spiegel Online berichtet unangenehm genüsslich vom (tiefen) Fall Aka-Aki, Sascha Lobo spricht im selben Medium über die momentan allgegenwärtige, weil fehlende ‘Kultur des Scheiterns’ in Deutschlands. Gleichzeitig stellt sich Wirtschaftsminister Rösler der Startupszene im Rahmen der UdL Digital im BASE_camp und besucht zusammen mit der Kanzlerin die Spieleentwickler von Wooga, die zusammen mit SoundCloud und getamen.com, als die erfolgreichen Berliner Online-Gründungen herhalten dürfen. Natürlich, es ist Wahlkampf, aber auch das gehört zum Berufsbild von Politikern und dass Themen rund die Silicon Allee relevant genug für Stimmenfang und Vor-Ort-Präsenz sind, ist ja auch nicht das schlechteste Zeichen für den Standort.
Vielleicht ist es sogar endlich das Ende eines Hypes, der vom Wesentlichen ablenkt und seinen Fokus ja doch nur auf die üblichen Verdächtigen und ihre Schnauzbärte richtet. Vielleicht die Zeit, für etwas Kulturoptimismus und Chancen, die genutzt und nicht verpasst werden. Vielleicht wissen wir in der kommenden Woche mehr, wenn das inzwischen dritte Startup Camp Berlin* vom ECB (entrepreneursclub berlin) und dem jungen Bundesverband Deutsche Startups e.V. hoffentlich feierlich beendet wird.
Internet Trends aus dem Jahr 2012, soziale Offenbarungen? Fehlanzeige. Bevor hier jemand laut Pinterest ruft, der Dienst mit der Tapete gehörte schon 2011 zu den besten Webseiten (laut TIME MAGAZIN). Richtig, es gab einfach kein soziales Netzwerk, das in diesem Jahr durchstartete und wirklich im Konzert der Großen mitzuspielen in der Lage ist. Eine Übernahme hier, ein Feature da und das wars. Und Mobile Dingens? Entschuldigung, das iPhone feiert in diesen Wochen seinen sechsten Geburtstag. Ja, es gibt mittlerweile schönere Apps, bessere Devices, größere Auswahl, mehr Möglichkeiten. Na und?
Location Based Services, die Cloud, Open Source, Streaming Dienste, Deals, Crowdfunding, Gamification sind inzwischen allgegenwärtig, aber wirklich neu? (Muss gerade an Monthy Python/Leben des Brian denken: ‘Was haben uns die Römer gebracht, außer …’)
Und Augmented Reality im erhofften und versprochenen Sinne wird es wohl erst geben, wenn jemand die hässlichen QR-Codes abschafft bzw. ersetzt.
Meine Kamera kann Visitenkarten lesen, warum nicht auch Hyperlinks erkennen? Eben. Und wer sagt denn, dass die Form einer Wurst (nur als Beispiel) zu einer entsprechenden Herstellerseite führen kann oder das Gesicht eines Künstlers auf dessen Facebook Profil oder die Umrisse einer Sehenswürdigkeit zu einem Stadtmarketing-Portal?
QR-Codes … ich glaube, wir haben uns die Zukunft zu kompliziert vorgestellt.
Es scheint sogar, als wären wir – zumindest für einen überschaubaren Zeitraum – 2011 technologisch stehen geblieben oder um es positiver auszudrücken angekommen. Es rüttelt und ruckelt sich zurecht.
Drei Dinge, die in 2013 trotzdem oder deswegen wichtig werden:
Heute schaltete Facebook die Promotion privater Status Updates als sponsored Posts frei (allfacebook.de und t3n berichteten). Dabei soll das wahrscheinlich keine entscheidende Einnahmequelle werden, sondern vor allem die Werbung von Unternehmensseiten attraktiver und alternativloser machen, wenn selbst Mitarbeiter oder gekaufte Likes nicht in der Lage sind, den Edge Rank künstlich nach oben zu treiben.
Aber Facebook schafft sich weiter ab, wenn die Timeline nicht mehr das Unterhaltungsprogramm mit Werbeblöcken, sondern ein Werbeblock mit Unterhaltungspausen ist.
Was für ein Aufschrei! Na ja, zumindest in der digitalen Welt … Worum geht es? Das Arbeitsministerium plant unter dem Motto ‘Lebensleistung belohnen’ eine Rentenpflicht für Selbstständige. Diese sieht vor, dass die Berufsgruppe staatlich vorsorgen muss (dazu zählen im Übrigen auch Institutionen wie die KSK). Wie die Kontrolle erfolgt bzw. welche Folgen eine Nicht-Beteiligung hat, ist meines Wissens noch offen, ebenso die Handhabe bei so genannten Kleinunternehmern, aber auch gar nicht das eigentliche Problem.
Ein Dreiviertel Jahr nach dem Start des Möchtegernkonkurrenten Google+ landet Facebook mit der Übernahme von Instagram erneut einen Coup und setzt die Strategie fort, das Netz im Netz zu werden: nach der Integration von Bing (Instant Maps), Skype (Instant Messaging) und Spotifiy (Instant Music) vermeldet Mark Zuckerberg den Kauf von Instagram und macht sich so erstens für seine Nutzer und damit zweitens für Anzeigenkunden noch attraktiver.
Es hört einfach nicht auf. Google möchte offizielle und alleinige Weltmacht werden und hält eine weitestgehende Kopie von Facebook (nämlich Google Plus) für etwas total neues, wichtiges und wegweisendes Tool – und ja, Design können sie besser als der blaue Riese. Ashton Kutcher wirft mit seinem Spielgeld nach Berlin und finanziert mit getamen.com den langerwarteten Dislikebutton für das Netz, um sich kurz und knapp über Menschen und Marken auszulassen (gutfinden geht natürlich auch, macht aber nur halb so viel Spaß). Und jetzt gibt es neben vielen anderen neuen Diensten auch noch chime.in …
Bezogen auf diese drei (und alle anderen, die in den letzten Monaten dazugekommen sind) behaupte ich: zum Scheitern verurteilt, zumindest was den jeweils kommunizierten Ansatz betrifft. Mehr lesen…
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