“Indiskretion und Selbstentblößung widern mich an”, sagt der Altkanzler in einem Tonfall, der den Gesprächspartner einschüchtert – und zieht sich demonstrativ auf seine “norddeutsche reservierte Art” zurück. Die fordere ihm ab, diesen sensiblen Bereich seiner Existenz auch deshalb weitgehend auszusparen, weil er die Öffentlichkeit nicht mit “zwangsläufig geschönten Geschichten” langweilen wolle.
So weit Hans-Joachim Noack im aktuellen Spiegel. Doch die Ansichten des Elder Statesman kann man ohne Weiteres auch auf das Internet und das unsägliche bis unnötige Mitteilungsbedürfnis mancher User in Blogs, Foren und Communities übertragen. Die vielfältigen und nützlichen Möglichkeiten stehen außer Zweifel. Doch der Grad zwischen Langeweile auf der einen und Information, Weiterbildung und Präsentation von Ideen, Interessen und Leistungen aller Art auf der anderen Seite bleibt schmal.
Mit diesen Gedanken veröffentliche ich meinen zweiten Artikel in diesem Blog und frage mich, wie es hier weitergehen wird.


