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		<title>Das Problem mit den Nazis</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 14:12:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bereits in den 90er Jahren, als Mölln, Hoyerswerda, Rostock und Solingen Schlagzeilen machten, weil desillusionierte und verideologisierte Jugendliche unter dem Applaus der Bevölkerung Asylantenheime in Brand steckten, zeigte sich das Problem im Umgang mit dem rechten Gedankengut &#8211; nämlich die Verharmlosung. &#8216;Es betrifft doch nur ostdeutsche Kleinstädte &#8230;&#8217; &#8211; Rostock: klein? Solingen: ostdeutsch? Diese Verharmlosung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits in den 90er Jahren, als Mölln, Hoyerswerda, Rostock und Solingen Schlagzeilen machten, weil desillusionierte und verideologisierte Jugendliche unter dem Applaus der Bevölkerung Asylantenheime in Brand steckten, zeigte sich das Problem im Umgang mit dem rechten Gedankengut &#8211; nämlich die Verharmlosung. &#8216;Es betrifft doch nur ostdeutsche Kleinstädte &#8230;&#8217; &#8211; Rostock: klein? Solingen: ostdeutsch?</p>
<p><span id="more-696"></span>Diese Verharmlosung war und ist zum einen ein Affront gegen die Opfer solcher Anschläge, denn die Gewalt, die eigentlich nicht zu erklären ist, wird nahezu wertneutral hergeleitet. Zum zweiten war die (falsche) Verallgemeinerung eine Beleidigung für demokratische/rechtsstaatliche und tolerante Menschen zwischen Zinnowitz und Zwickau, die über das nationalsozialistische Problem hinaus, die deutsche Einheit eher behinderte als förderte.</p>
<p>Der Weg der Verklärung statt Verhinderung rechtsextremer Taten wurde bis in dieses Jahrtausend weiter geführt. Erst mit dem erfolgslosen Versuch, die NPD im Jahr 2003 zu verbieten und dann mit der Schaffung bzw. Ernennung von No-Go-Areas zur Fussballweltmeisterschaft 2006. &#8216;Aus den Augen, aus dem Sinn&#8217; &#8211; als politische Marschroute. Das ist das Kind, was sich die Augen zuhält, um beim Versteckspielen nicht gefunden zu werden.</p>
<p>Das NPD-Verbot scheiterte auch &#8216;nur&#8217; deshalb, weil der Verfassungsschutz selbst verdeckt in dieser öffentlichen Organisation tätig war, um Straftaten zu verhindern bzw. Verstöße gegen das Recht zu belegen und zur Anzeige zu bringen. Der Erfolg verhinderter Anschläge, gestoppter Volksverhetzungen und die Prävention von rechter Gewalt lässt sich nur sehr schwer zählen und belegen. Im Gegensatz zu den rechtsterroristischen Anschlägen, die deutschlandweit und im Zeitraum von Verbotsdebatte und Sommermärchen unschuldige Mordopfer forderten.</p>
<p>Allein damit hat sich die Präventionsstrategie des Verfassungsschutzes ad absurdum geführt. Die Verdächtigen waren bekannt und die Netzwerke identifiziert. Geholfen hat das nichts, die Zusammenarbeit zwischen Ländern und deren Geheimdiensten verlief stümperhaft bis fahrlässig. Und das in einer Form, die die Frage aufwirft, wer eigentlich wen infiltriert hat: <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,798035,00.html" target="_blank">der Verfassungsschutz die rechte Szene oder die rechte Szene den Verfassungsschutz?</a></p>
<p>Und auch wenn der Staat nicht aktiv in Irrungen und Wirrungen rechter Propaganda verstrickt sein sollte und nicht verstrickt sein darf, weil damit Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Demokratie mehr als erschüttert wird, so ist dies kein Plädoyer für ein Verbot des größten deutschen Zusammenschlusses rechten Gedankenguts (NPD).</p>
<p>Menschenverachtung, Sadismus, Unaufgeklärtheit, Dummheit &#8211; oder was auch immer Menschen dazubringt, sich rechts außen zu organisieren und (ver-)führen zu lassen, kann man nicht verbieten. Verbote führen zu einer weiteren Abkapselung vom Sichtbaren einer Gesellschaft und stärken maximal den Zusammenhalt der Gruppierung gegen die, die ein Verbot fordern, fördern und goutieren.</p>
<p>Trotzdem und gerade deshalb müssen Verbrecher zur Verantwortung gezogen werden. Rechtsextremes und rechtsterroristisches Verhalten oder der Aufruf dazu, müssen strafrechtlich verfolgt werden können. (Zum Schutz verdeckter Ermittler ist dies tatsächlich nicht immer der Fall.) Zweitens muss die Politik eine aufgeklärte Gesellschaft als Ziel definieren und entsprechend investieren. Dazu zählen Kinder- und Jugendeinrichtingen, Bildungsinitiativen und öffentlicher, ehrlicher Diskurs in Bezug auf die rechte Szene.</p>
<p>Und schließlich müssen auch die Medien ihrer Verantwortung gerecht werden. Gezielte Tötungen von Ausländern (und Polizisten) dürfen nicht einer Mafia zugeschrieben werden, nur weil es sich besser verkauft. Terroristische Anschläge dürfen nicht als &#8216;Döner-Morde&#8217; verharmlost werden.</p>
<p>Opfer verdienen Respekt und Anteilnahme. Täter verdienen eine gerechte Strafe. Demokratie braucht eine Gesellschaft, die nicht wegguckt und <a href="http://www.tagesschau.de/kommentar/schroederprogrammegegenrechts100.html" target="_blank">Politiker, die Probleme nicht ignorieren, sondern lösen wollen</a>.</p>
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		<title>Keine Chance für neue Social Media Netzwerke</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 14:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es hört einfach nicht auf. Google möchte offizielle und alleinige Weltmacht werden und hält eine weitestgehende Kopie von Facebook (nämlich Google Plus) für etwas total neues, wichtiges und wegweisendes Tool &#8211; und ja, Design können sie besser als der blaue Riese. Ashton Kutcher wirft mit seinem Spielgeld nach Berlin und finanziert mit getamen.com den langerwarteten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es hört einfach nicht auf. Google möchte offizielle und alleinige Weltmacht werden und hält eine weitestgehende Kopie von Facebook (nämlich Google Plus) für etwas total neues, wichtiges und wegweisendes Tool &#8211; und ja, Design können sie besser als der blaue Riese. Ashton Kutcher wirft mit seinem Spielgeld nach Berlin und finanziert mit getamen.com den langerwarteten Dislikebutton für das Netz, um sich kurz und knapp über Menschen und Marken auszulassen (gutfinden geht natürlich auch, macht aber nur halb so viel Spaß). Und jetzt gibt es neben vielen anderen neuen Diensten auch noch chime.in &#8230;</p>
<p>Bezogen auf diese drei (und alle anderen, die in den letzten Monaten dazugekommen sind) behaupte ich: zum Scheitern verurteilt, zumindest was den jeweils kommunizierten Ansatz betrifft.<span id="more-681"></span><strong> </strong></p>
<p><a href="http://gplus.to/bastiankbx" target="_blank"><strong>Google Plus</strong></a></p>
<p>Google hat sich mit dem Netzwerk gewordenen Additionszeichen selbst übertroffen. Nach den Misserfolgen von Buzz und Wave war das aber auch nicht sonderlich schwer. Man jubelt laut über mehrere Millionen und fragt sich zurecht leise, warum es nicht Millarden sind. Immerhin sprechen wir von der Company mit den meisten Besuchern und Nutzern weltweit. Und es ist und war das daraus resultierende Selbstverständnis immer die Nummer 1 sein zu müssen, sich mit dem Dienst zu messen, der in Sachen Verweildauer und Traffic der größte Konkurrent um Werbeeinnahmen geworden ist: Facebook.</p>
<p>Doch Google hat Zuckerberg &amp; Co. unterschätzt. Zu groß ist der Vorsprung in Bezug auf Social Media und weiterführender Anwendungen. Die Idee ein handlicheres Oberflächendesign zu erschaffen und Möglichkeiten zu offerieren, die Facebook bis dahin fehlten, führte zu einem kurzen Ahhh und Ohhh in der Szene. Aber Facebook hat kühl und sachlich reagiert.</p>
<ul>
<li>Die Circle-Idee &#8211; nicht schlecht, wir optimieren unsere Listen (und auch die Abonennten Funktion ist spätestens seit Twitter keine Offenbarung mehr).</li>
<li>Der Hangout &#8211; schöne Idee, wir tun uns mit Skype zusammen.</li>
</ul>
<p>Auch die Diskussion um die Frage, wem die Daten gehören, hat Facebook berücksichtigt. Die Posts intuitiv und bezogen auf die Zielgruppe zu personalisieren ist auch nichts mehr, was die Dienste nennenswert unterscheidet. (Und ganz ehrlich, Datensicherheit als Argument für oder gegen einen der Dienste anzubringen ist so ähnlich, wie zwischen den Krankheiten Pest und Cholera wählen zu dürfen. Sei&#8217;s drum.)</p>
<p>Jedenfalls sind die Vorschusslorbeeren verpufft, <a href="http://mashable.com/2011/10/10/google-plus-traffic/" target="_blank">die Zahlen stagnieren</a>. Google Plus wird Businessprofile offerieren, es wird Apps geben &#8211; aber ich bezweifle, dass Mark Zuckerberg deswegen unruhig schläft.</p>
<p>Google Plus ist schon jetzt ein Tummelplatz für die üblichen Verdächtigen. Techies, Geeks, Nerds, Menschen, die als Blogger, Referenten oder Dienstleister Geld im Internet verdienen. Es ist eine Art socialmediaexpertenVZ und das ist genauso despektierlich gemeint, wie es klingt. Posts und Neuigkeiten, die parallel auf Twitter und Facebook diskutiert werden, finden auch hier ihre Beachtung. Das Netzwerk ist deshalb aber nicht überflüssig. Nicht nur Apple, sondern auch Google hat seine Jünger, die auf Android schwören und jede Neuerung aus dem Hause bejubeln. Für sie ist Google Plus das Netzwerk der ersten Wahl. Auch diese Zielgruppe wird sich monetarisieren lassen &#8211; davon bin ich überzeugt &#8211; und darüber hinaus bindet Google hier eine Herrscharr von Kommunikatoren, um Produktneuheiten zu testen und auf den Markt zu drücken, ohne auf die Reichweite eines Facebooks angewiesen zu sein.</p>
<p><a href="https://getamen.com/users/9717" target="_blank"><strong>Get Amen</strong></a></p>
<p>Venture Capital aus den U.S.A., Loft Büros in der Haupstadt, große Artikel in den Printmedien (u.a. Welt und SPIEGEL) für eine Idee, die so einfach ist, dass sie genial sein muss. Finde etwas gut oder schlecht und bekommen dafür ein Amen bzw. ein Hell no! &#8211; ui, wie provokativ &#8230; Sicher, die Idee verfängt und überzeugt mit Niedrigschwelligkeit und Spieltrieb. Aber wie lange soll das halten? Wie toll oder eben nicht toll etwas ist, kann ich auch so meinem Social Graph entnehmen. Ich kann ihn sogar selbst fragen, ohne getamen.com zu nutzen.</p>
<p>Der Dienst glaubt einen Weg gefunden zu haben, die oft zitierte Schwarmintelligenz endlich zu bündeln und zu monetarisieren. Ich glaube nicht daran. Es ist zu banal, um Nutzer zu binden. Es ignoriert, dass solche Services von Eigenwerbung überschwemmt werden, um dann anschließend von der Masse (soweit überhaupt vorhanden) wieder geerdet zu werden.</p>
<p>Die Chance besteht, dass beispielsweise Facebook den Dienst integriert oder Google die Technik übernimmt, um eigene Angebote bezogen auf Suchergebnisse oder den neuen Hotelfinder zu optimieren. Aber ob das zur Re-Finanzierzung führt, ist zumindest zweifelhaft, der neue heisse Scheiss wird es absehbar jedenfalls nicht.</p>
<p><a href="http://www.chime.in/user/bastiankbx" target="_blank"><strong>chime.in</strong></a></p>
<p>Der neue Dienst von UberMedia geht einen anderen (vielleicht folgenschweren) Weg. Zwar legt sich der Dienst nicht mit Facebook an, lässt sich aber schon zum Twitter-Killer hochstilisieren. Chime ist eine sehr ansehnliche und handliche Beta eines Social Networks. Man kann folgen und verfolgt werden, man kann Medien teilen, Updates kommentieren, liken, sichern und man kann Gruppen anlegen. Und alle so: Und nun?</p>
<p>Chime.in nimmt etwas ins Visier, was noch keinem Dienst gelungen ist, nämlich das verfolgen und im Auge behalten von Themen, unabhängig der Freunde in diesem Netzwerk (Chimepansen?). Natürlich kann man bereits in anderen Netzwerken suchen und Communities finden, um zu einem bestimmten Thema auf dem Laufenden zu bleiben. Aber das widerspricht der allseits verkündeten These, Inhalte nicht mehr zu finden, sondern von diesen gefunden zu werden.</p>
<p>Die Sache hat nur einen Haken: Inhalte wollen eingestellt werden, von Menschen. Erst diese machen ein Netzwerk interessant. Als Rudel- und Gewohnheitstiere sind wir da, wo unsere Freunde sind und nur in den seltensten Fällen dort, wo wir Freunde finden wollen. Das gab es auch mal, lag aber daran, dass dieses Internet noch nicht in (fast) alle Lebensbereiche vorgedrungen ist und von (fast) allen Bekannten gleichermaßen genutzt wurde. Es war die Langeweile, die uns das seltene Vergnügen neuer Bekanntschaften ermöglichte. Wie gesagt, gefunden werden oder empfohlen bekommen hat das suchen längst ersetzt.</p>
<p>Wenn es Chime.in nun gelingt, ein funktionierendes, soziales Netzwerk um Themen statt um Menschen zu stricken, verdienen sie allergrößten Respekt &#8211; und trotzdem wird es für sie nicht reichen. Google, Facebook und vielleicht sogar Twitter haben die Power, den Algorithmus nachzubauen oder &#8211; weniger kompliziert &#8211; UberMedia auszubezahlen. Aber wer braucht schon das ganze Netzwerk? Die Benannten jedenfalls nicht.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Es gibt noch zwei Möglichkeiten mit einem neuen Social Media Dienst Erfolg zu haben. Die eine ist, auf technische Weise einen Bedarf zu decken, der dem Denken der großen Netzwerke entspricht. Heißt, Code zu verkaufen oder sich in das jeweils bestehende Portfolio eingliedern zu lassen. Die zweite Möglichkeit besteht in der Ansprache einer kleinen, aber klar definierten Zielgruppe, die etwas wirklich braucht, bereit ist dafür zu bezahlen (oder Werbung zu ertragen) und maximal eingeschränkt die Möglichkeit besitzt Satisfaktion zu erlangen (Longtail).</p>
<p>Die Zeiten, in denen ein neuer Dienst (wie einst MySpace, Facebook, Twitter) wie Phönix aus der Asche steigt, sind lange vorbei. Fragen die bleiben, sind die nach dem Bestehen von Twitter oder dem Ausgang des Zweikampfes LinkedIn und Xing in Deutschland (&#8216;And the Winner is Facebook?&#8217;).</p>
<p>Zum Abschluss noch eins: Ich kann mich irren und ich werde wieder zu den ersten gehören, die Neuigkeiten im Web erstens testen und zweitens verreissen. Erstens weil ich muss und zweitens weil ichs kann.</p>
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		<title>(kleines) Social Media Experiment</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 11:38:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich zum Thema Social Media und ihrer Nutzung referiere, lege ich immer großen Wert auf das &#8216;Soziale&#8217;, also direkte, ehrliche Kommunikation in Verbindung mit freundlicher Ansprache und mehrwertigen Themen. Zu den No-Go&#8217;s gehört wildes Aggregieren in die unterschiedlichen Netzwerke. Wenn ich jedoch einen Blick in meinen Social Graph werfe, tauchen die selben Posts von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich zum Thema Social Media und ihrer Nutzung referiere, lege ich immer großen Wert auf das &#8216;Soziale&#8217;, also direkte, ehrliche Kommunikation in Verbindung mit freundlicher Ansprache und mehrwertigen Themen. Zu den No-Go&#8217;s gehört wildes Aggregieren in die unterschiedlichen Netzwerke. Wenn ich jedoch einen Blick in meinen Social Graph werfe, tauchen die selben Posts von den selben Leuten zur selben Zeit auf. Und auch ich ertappe mich dabei, Dinge die mir besonders wichtig sind, besonders breit zu streuen. Immerhin tue ich dies in den meisten Fällen händisch, um die jeweiligen Möglichkeiten und Anforderungen bei den Updates (Timing, Hashtags, Replies, Verlinkungen, Vorschaubilder etc.) zu berücksichtigen und auch, um im Überblick zu behalten, was, wann rausging und so jeweils die Kommunikation in Bezug auf Aktion und Reaktion koordinieren zu können.</p>
<p>Beim Nachdenken über dieses Prozedere hab ich mich &#8211; aus Mangel an Alternativen &#8211; selbst gefragt, ob das erstens sinnvoll und zweitens effizient ist oder ob sich die jeweiligen Kontakte nicht viel zu sehr überschneiden. Wer nutzt welche Netzwerke, wer ist mit mir wie oft vernetzt? Zeit für ein kleines Social Media-Experiment.</p>
<p><span id="more-653"></span></p>
<p><strong>1. Welche Netzwerke sollten in dem Experiment berücksichtigt werden?</strong></p>
<p>Als Social Media Experte, Berater, Autor (versucht es einfach möglichst neutral zu betonen), bin ich mir und meinen Kunden gegenüber dazu verpflichtet, viele Dienste auszuprobieren, Accounts zu sichern und mir eine Meinung zu bilden, die ich weitergeben kann. Dennoch ist MySpace tot, die VZ-Netzwerke liegen im Koma und MyOn-ID, Diaspora, Amen, hi.im, about.me, soup.io etc. spielen keine wirkliche Rolle in meiner digitalen Identität. Reader und Bookmarking-Dienste nutze ich eher privat also im unsozialen, geschlossenen Modus. Video- und Fotoportale sind nützlich und genutzt, aber ich bin weder Videokünstler noch Fotograf und habe hier keine nennenswerte Reichweite. Für meine Aktivität auf WordPress und anderen Blogging-Diensten gilt &#8211; Asche auf mein Social Media Haupt &#8211; dasselbe.</p>
<p><em>Auswahlkritierien: aktive Nutzung/regelmäßiges LogIn und eine Reichweite im dreistelligen Bereich</em></p>
<p>Damit reduzieren sich die relevanten Kanäle auf genau fünf. Drei die auf Gegenseitigkeit beruhen (Xing, LinkedIn, Facebook), wobei ich die Themen Abonnments, Premium-Accounts, die Möglichkeit verschiedener Filter und der zum Teil vorhandenen Option Updates öffentlich zu machen (was jeweils dieser Gegenseitigkeit widerspricht), bewusst ausblende, um das Experiment nicht ausufern zu lassen. Und zwei Dienste, die das Abonoment als soziales Element interpretieren (Twitter, Google Plus) &#8211; auch hier verdränge ich im folgenden die Funktionsweise von Listen, Kreisen und privaten Accounts.</p>
<p><strong>2. Welche von mir genutzten Diensten entsprechen meinen Auswahlkriterien anhand der Reichweite?</strong></p>
<p><a href="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/reichweite.png"><img class="alignnone size-full wp-image-654" src="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/reichweite.png" alt="" width="467" height="276" /></a></p>
<p>Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass den knapp 800 Followern, 400 Followings und den 280 Einkreisungen, 130 Personen gegenüberstehen, die mir ein Plus Wert waren.</p>
<p>Ich bin mir darüber im Klaren, dass diese Zahlen zwar über dem allgemeinen Durchschnitt liegen, was wiederum meiner Profession geschuldet ist, aber im Vergleich zu anderen Vertretern meiner Gilde, eher bescheiden ausfallen. Ich versuche die Netzwerke einigermaßen clean zu halten und habe bestimmt schon ebenso viele Kontakte gelöscht, wie aktiv hinzugefügt.</p>
<p><strong>3. Warum wurde Facebook als Plattform für das Experiment gewählt?</strong></p>
<p>Zwei Antworten liegen auf der Hand. zum Einen ist Facebook das mit Abstand erfolgreichste, reichweitenstärkste Netzwerk in Deutschland und zum anderen offeriert der Dienst mit &#8220;Questions&#8221; eine einfache Möglichkeit solche Experimente durchzuführen. Hinzu kommt, dass ich das Experiment geschlossen halten wollte, um wirklich aussagekräftige Antworten zu erhalten.</p>
<p>Schließlich und endlich entspricht die Anzahl der Kontakte auf Facebook mehr oder weniger dem Durchschnitt bezogen auf die benannten Netzwerke.</p>
<p><strong>4. Wie sollte das Experiment ablaufen?</strong></p>
<p>Zwei einfache Fragen und die Antworten aus meinem Facebook-Freundeskreis sollten genügen. Die ersten Frage bezieht sich auf die Nutzung der ausgewählten Kanäle meines schwerpunktmäßig privaten Netzwerkes. Die zweite Frage zielt auf die Vernetztheit mit meiner Person in eben diesen ab.</p>
<p>Die Fragen gingen in kurzen Abständen an 315 Freunde. Beteiligt haben sich 14% bei der ersten und 12% bei der zweiten Frage. Das ist auf Facebook Deutschland bezogen genauso wenig repräsentativ wie meine Gesamtanzahl an Kontakten in diesem Netzwerk, erfüllt jedoch seinen Zweck. Ohne es an dieser Stelle zu beweisen, glaube ich, einen guten Durchschnitt bezogen auf Alter, Geschlecht, Profession erreicht zu haben. Tatsächlicher Schwachpunkt: Viele meiner Facebook-Freunde sind wie ich im Netz unterwegs und besonders empfänglich für solche Spielereien.</p>
<p>Von mir selbst und von anderen Community Managern weiß ich, dass bereits Interkationsraten im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu Luftsprüngen führen und als Erfolg zu bewerten sind. Insofern entspricht das Feedback zu den Fragen dem Vorteil den man als Mensch, den man auch analog kennt, gegenüber einer Marke oder einer Firma besitzt.</p>
<p><strong>5. Welche Netzwerke werden von meinen Facebook-Freunden aktiv genutzt?</strong></p>
<p>&#8216;Aktiv&#8217; bezeichnet in diesem Zusammenhang, dass regelmäßige Einloggen (mindestens einmal im Monat) zur aktiven oder passiven Nutzung des jeweiligen Netzwerkes.</p>
<p>Da die Frage auf Facebook gestellt wurde, sind 100% der Befragten auch in diesem Netzwerk aktiv. Die darüber hinaus gehenden Informationen sind zumindest teilweise überraschend.</p>
<p><a href="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/sm-nutzung.png"><img class="alignnone size-full wp-image-656" src="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/sm-nutzung.png" alt="" width="468" height="299" /></a></p>
<p>Xing, Twitter und Google Plus (in der Reihenfolge) werden fast gleichberechtigt genutzt. Ungefähr 2/3 meiner Freunde haben einen Account bei diesen Diensten. LinkedIn landet abegschlagen auf Platz fünf. Wenig überraschend ist der zweite Platz von Xing, gilt es doch als das Business-Netzwerk Nummer 1 in Deutschland. (Obwohl die Abgesänge im Netz eher mehr als weniger werden und LinkedIn zumindest in Sachen Online-Reputation vor vor seiner Copy Cat liegt.)</p>
<p>Überraschend sind die hohen Nutzungszahlen von Google Plus und Twitter. Der Kurznachrichtendienst wurde doch bisher eher belächelt, Google Plus ist noch nicht einmal ein halbes Jahr alt und wird &#8211; auch von mir &#8211; als Nerd-Spielplatz wahrgenommen, der verwaist sein wird, sobald es etwas neues gibt &#8230; Mit dem Wissen, dass zur Zeit nur <a href="http://webevangelisten.de/erstmals-mehr-als-eine-halbe-million-aktive-twitteraccounts/" target="_blank">eine halbe Millionen Menschen auf deutsch twittern</a> und <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/So-viel-zum-Thema-Google-Plus/story/12098258" target="_blank">der Abgesang auf Google Plus</a> bereits begonnen hat, erscheinen die Zahlen meiner Umfrage relativ hoch.</p>
<p><strong>6. In welchen Social Media Diensten sind meine Facebook-Freunde mit mir vernetzt?</strong></p>
<p>Auch hier gilt, da die Frage auf Facebook gestellt wurde, sind 100% der Befragten meine Facebook-Freunde. So weit, so banal.</p>
<p><a href="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/sm-kontakte.png"><img class="alignnone size-full wp-image-658" src="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/sm-kontakte.png" alt="" width="469" height="281" /></a></p>
<p>Erst die Vermutung, dass mein Freundeskreis zu sehr im Thema steckt, dann die scheinbare Bestätigung bezogen auf die Reichweite von Twitter und Google Plus im selbigen und jetzt das. Nur jeder zweite meiner Freunde ist mit mir auch außerhalb von Facebook online vernetzt. Der größte Teil davon auf Xing. Zwar bleibt die Reihenfolge erhalten, jedoch ist der Abstand zu Twitter und Google Plus deutlich größer. Der Circle-Dienst und LinkedIn halbieren sogar ihr Prozentwerte im Vergleich zur ersten Frage.</p>
<p><strong>7. Was sagt all das über meine Eingangsfrage?</strong></p>
<p>Die unterschiedlichen Dienste mit den selben Themen und Topics &#8211; insofern relevant &#8211; zu bespielen macht Sinn. Es scheint Lieblings-Netzwerke zu geben, die prioritär und aus unterschiedlichen Gründen genutzt werden. Darüber hinaus spielt die Unterscheidung zwischen Aktivität und Passivität in den Kanälen offensichtlich eine besondere Rolle, die es näher zu untersuchen lohnt.</p>
<p>Das mach ich irgendwann mal in Ruhe oder schreib ein Buch drüber.</p>
<p>Welche Erfahrungen habt ihr bisher gemacht, wenn ihr identische Inhalte auf unterschiedlichen Kanälen veröffentlicht? Macht ihr das überhaupt oder konzentriert ihr euch auf einen Kanal? Wo habt ihr von diesem Post erfahren?</p>
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		<title>Mehr Profil zeigen: Unternehmensprofile auf Facebook</title>
		<link>http://www.bastiankoch.com/2011/09/mehr-profil-zeigen-unternehmensprofile-auf-facebook/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 12:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Gastbeitrag entstand für medianet.at // Zum Artikel in der Print-Ansicht: hier entlang. Facebook ist trotz Privatsphäreeinstellungen, Skypeanbindung und der Möglichkeit von Freundeslisten über die prominente Präsenz von Anzeigen zum Massenmedium geworden. Allfacebook.de zählte zum 2. Juli 2011 knapp 20 Millionen aktive Nutzer – also Menschen die sich mindestens einmal in dem vergangenen Monat eingeloggt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Gastbeitrag entstand für <a href="http://www.medianet.at" target="_blank"><strong>media</strong>net.at</a> // Zum Artikel in der Print-Ansicht: <a href="http://www.medianet.at/fileadmin/main/Dateien/feature/MN496_feature.pdf" target="_blank">hier entlang</a>.</p>
<p><strong>F</strong>acebook ist trotz Privatsphäreeinstellungen, Skypeanbindung und der Möglichkeit von Freundeslisten über die prominente Präsenz von Anzeigen zum Massenmedium geworden. <a href="http://allfacebook.de/zahlen_fakten/facebook-infografik-und-statistiken" target="_blank">Allfacebook.de</a> zählte zum 2. Juli 2011 knapp 20 Millionen aktive Nutzer – also Menschen die sich mindestens einmal in dem vergangenen Monat eingeloggt haben. Die Annahme, hier auch potenzielle Kunden ansprechen zu können, ist mehr als gerechtfertigt. Richtig ist auch, dass das Anlegen einer Präsenz auf Facebook weder Hexenwerk noch Raketentechnologie ist, was aber nicht zu dem Trugschluss führen darf, dass keine Vorarbeit nötig ist. Konzeption, mögliche Design- und Programmierleistungen und eine umfassenden Übergabe durch den oder die Dienstleister sind notwendige Voraussetzungen. Problematisch wird  es aber, wenn es Anbieter und Abnehmer für das Erstellen einer Seite per Knopfdruck, brach liegende Profile und dem Einkauf so genannter Fans gibt. Letztere – wenn nicht sowieso Karteileichen – sind meist nicht im muttersprachlichen Umfeld zuhause und somit alles andere als brauchbar für die originären Ziele einer Facebook-Präsenz. Was gilt es zu beachten?</p>
<p><span id="more-649"></span><strong>Facebook bindet Ressourcen</strong></p>
<p>Dabei geht es nicht nur um die dauerhafte Pflege eines Profils durch professionelles Community Management, worüber man sich vor dem Start in jedes soziale Netz Gedanken machen sollte. Neben dem Aufwand-Nutzen Check steht die Aufgabe im Vordergrund Entscheidungen zu treffen: Wie lautet der Name der Seite (zum Beispiel: Markenname mit oder ohne Firmierung)? Welche Art von Unternehmensprofil der momentan offerierten sechs ist anzulegen? Interne oder externe Betreuung? Admin Account oder Freischaltung von Administratoren zur Pflege des Profils? Für Einzelunternehmen kann natürlich auch ein Personenprofil interessant sein, für gemeinnützige Vereine das Anlegen einer Gruppe. In den meisten Fällen entsprechen die Möglichkeiten von so genannten Pages jedoch am ehesten denen einer professionellen Web-Präsenz. Sind diese Punkte geklärt, sind die Stamm- und Kontaktdaten nutzer- und suchmaschinenfreundlich zu hinterlegen, ein Profilbild ist auszuwählen und auch die Einrichtung einer individuell gestalteten und programmierten Landingpage ist aus Marketingsicht durchaus von Vorteil. All diese Aktivitäten sollten natürlich mit dem Profil und der Vision eines Unternehmens einhergehen – der konzeptionelle Aufwand ist hierbei nicht zu unterschätzen.</p>
<p><strong>Facebook hat Standards etabliert</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Es beginnt in den Größenvorgaben für das Profilbild (max. 200x 600px) oder der Darstellung der aktuellsten Bilder über der Pinnwand, für deren Anordnung und Gestaltung bereits einige Applikationen im Umlauf sind. Für das Branding, die Suchmaschinen und die Reputation wird des weiteren eine so genannte Vanity-URL nachdrücklich empfohlen. Diese kann man mit mindestens 25 Fans beantragen. Facebook.com/NAME zum Beispiel ist schöner, übersichtlicher und auch vertrauenserweckender als Facebook.com/pages/NAME/Kaud3rwe15ch. Auf einer Facebookseite kann und sollte man weiterhin die Funktionen des Informationsfeldes für eine Kurzbeschreibung des Unternehmens nutzen und Lieblingsseiten (Facebbok-Präsenzen von Partnern) prominent verlinken. Neben der optischen Aufwertung des eher schlichten Designs ist darüber hinaus eine indirekte Kontaktaufnahme mit Seiten möglich, die in Bezug auf Reichweite und Ausrichtung mit dem eigenen Unternehmen korrespondieren. Ob Administratoren – ebenfalls  in der Sidebar – namentlich  vorgestellt werden sollen, hängt von der Philosophie des Unternehmens ab.</p>
<p><strong>Facebook ist ein soziales Netzwerk</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Erkenntnis scheint spätestens nach dem gleichnamigen Film trivial. Dennoch hat Facebook geschafft, was MySpace immer wollte, nämlich ein <em>place for friends</em> zu sein. Die Nutzer tauschen sich über Privates aus, teilen gute wie schlechte Erfahrungen und beziehen ihre Freunde in Kaufentscheidungen ein. Um als Unternehmen eine Chance zu haben nicht nur wahr-, sondern auch ernstgenommen zu werden, muss es als ebensolcher Freund daherkommen, Interesse zeigen und Mehrwerte bieten. Im Mittelpunkt stehen Entertainment und Information. Werbliche Inhalte werden im besten Fall durch die Art und Weise der Präsentation nicht als solche wahrgenommen. Doch nicht nur inhaltlich ist der soziale Aspekt wichtig. Facebook Präsenzen sind keine Portale für Pressemitteilungen, Status Updates keine schlichte One-to-Many Kommunikation. Ein erfolgreiches Unternehmensprofil passt seine Wortmeldungen in Häufigkeit, Inhalt und Duktus an den Bedarf der Zielgruppe an, stellt Fragen, gibt Antworten und greift positives wie negatives Feedback, das auch außerhalb der Plattform entsteht, proaktiv auf. Kritikfähigkeit und eine gesunde Selbsteinschätzung machen ein Unternehmen menschlicher und sorgen so für einen fairen Umgang auch in schwierigen Zeiten, da sich Freunde natürlich Fehler zugestehen.</p>
<p><strong>Facebook braucht Zeit</strong></p>
<p>Mit dem Verständnis, dass Vertrauen die Grundlage für eine erfolgreich aufgebaute Community ist, wird auch der Zeitfaktor klarer. Vertrauen kann man nicht erkaufen und auch nicht durch Penetranz erzwingen. Auf der anderen Seite haben Unternehmen auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken die Chance, mit wahren Markenbotschaftern für ihre Offenheit sowie Erreichbarkeit belohnt zu werden. Nicht nur, dass das jeweilige Profil oder Dienstleistungen und Produkte weiterempfohlen werden, auch für die Produktentwicklung oder das Rekrutieren neuer Mitarbeiter kann Facebook der richtige Weg sein. Und auch wenn Facebook bisher nur über Applikationen ein umsatzsteigender Abverkaufskanal sein kann, wird sich ein nachhaltiger Aufbau in Verbindung mit langfristiger Pflege der Community auszahlen: im Suchmaschinenranking, in Bezug auf Image, Branding und Reputation und somit natürlich schrittweise auch finanziell. Haben Sie Geduld.</p>
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		<title>Wen ich nächste Woche wahrscheinlich wählen werde</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 15:39:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es sind mal wieder Wahlen in der Hauptstadt. Die Medien haben eine gewisse Langeweile festgestellt, weil das Krododil Wowereit (SPIEGEL) Konkurrenten einfach so wegbeißen kann und obwohl es angeblich so viele rathausgemachte Probleme gibt, die einer Lösung bedürfen. Und tatsächlich lassen die momentanen Umfragewerte gepaart mit den Statements der verantwortlichen Politiker Langeweile zumindest vermuten. Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind mal wieder Wahlen in der Hauptstadt. Die Medien haben eine gewisse Langeweile festgestellt, weil das Krododil Wowereit (SPIEGEL) Konkurrenten einfach so wegbeißen kann und obwohl es angeblich so viele rathausgemachte Probleme gibt, die einer Lösung bedürfen. Und tatsächlich lassen die momentanen Umfragewerte gepaart mit den Statements der verantwortlichen Politiker Langeweile zumindest vermuten. Dabei könnte es noch ganz spannend werden.</p>
<p><span id="more-633"></span>Die SPD kann sich rot-grün und rot-rot vorstellen, für letzteres wird es aber nach jetzigem Stand nicht reichen. Leider aus Sicht des regierenden Bürgermeisters. Die beiden Parteien haben sich in zehn Jahren aneinander gewöhnt und für die SPD wäre die Arbeit mit einer geschwächten Linken sicher einfacher als das Regieren mit den erstarkten Grünen, was zum Beispiel die Anzahl der Senatoren betrifft. Die Grünen wollen &#8211; bei nicht vorhandenen Alternativen für eine Regierungsbeteilgung ein Zeichen von Realismus &#8211; unbedingt rot-grün. Eine befriste Ehe mit der Union können sich weder Wowereit noch Künast vorstellen, aber das hat auch niemand erwartet. Die LINKE braucht sich zu dieser Option gar nicht äußern. Was Inhalt und vorhandene Wählerstimmen angeht, bedürfte es gleich mehrerer Wunder, bevor schwarz-rosa ein ernsthaft diskutiertes Thema werden wird. (Aber lustig wäre es allemal.)</p>
<p>Doch was passiert mit den Piraten? Ihr wahrscheinliches Einziehen in das Abgeordnetenhaus könnte zunächst eine Wiederauflage von Rot-Rot verhindern. Oder anders gesagt: bei einem Nicht-Einzug von Piratenpartei (und FDP) könnte eine Regierung bereits mit 42,5% der Wählerstimmen gebildet werden (Piraten, FDP und sonstige liegen laut Umfragen bei ca. 15%). Wenn die Piraten es schaffen, könnten sie statt einem Anker einen Rettungsring für die Linken werfen und sich an einer roten Regierung beteiligen. Ob sie dies nach dem ersten großen Wahlerfolg können oder wollen oder dürfen, ist eine Rechnung mit ziemlich vielen Unbekannten und macht das Vorhaben <em>taktische Wahl</em> beinahe unmöglich.</p>
<p>Ich stehe zu der rot-roten Regierung und habe meine Stimme bei den letzten beiden Wahlen (davor durfte ich noch nicht) für diese Konstellation gegeben, obwohl mir beide Parteien als Unternehmer zum Teil zu sozialistisch sind, was zum Beispiel die Nähe zu Gewerkschaften und den Hang zu Privatisierungen angeht, und auf Bundesebene häufiger verwirren, als begeistern (Stichwort: Fidel Castro). Eine Alternative sah ich bisher  nicht. Der liberale Turbokapitalismus und die christlich gesteuerte Überwachung in Zusammenhang mit der zu häufig negierten Multi-Kultur sind mir ein Graus. Kandidaten wie Steffel, Pflüger und Henkel konnten die Antipathie kaum auflösen. Wie heißen und hießen noch mal die Spitzen-Politiker der FDP?</p>
<p>Ich stimme Wowereit zu, dass die Kernprobleme meiner Heimatstadt vor allem auf den Filz und das Missmanagement von Diepgen und Landowski zurückzuführen sind. Ich unterstütze rot-rot in dem Bemühen, die Kreativwirtschaft und den Tourismus in den Mittelpunkt zu stellen und eben nicht den sinnlosen Versuch zu unternehmen, aus Berlin wieder einen Industriestandort zu machen. Ich bewundere sogar das Finanzmanagement dieser Stadt in den letzten Jahren. Was Wowereit und der Wirrkopf Sarrazin an Sparmaßnahmen durchsetzen konnten, ist mehr als beachtlich.</p>
<p>Natürlich gibt es ein Arbeitslosenproblem, ein Bildungsproblem, ein Gentrifizierungsproblem in Berlin. Diese werden aber bestimmt nicht durch weniger Steuern (FDP), mehr Polizisten (CDU) und Scheindebatten um Flug- und Autobahnrouten (Grüne) gelöst. Von bedingungslosem Grundeinkommen und Gratis S-Bahnfahrten (Piraten) ganz zu schweigen.  Tatsächlich bleiben die Lösungsansätze in diesem Wahlkamp auch bei SPD (Berlin verstehen) und Linke (Berlin boomt, alle sollen profitieren) mehr als vage.</p>
<p>Aber wie gesagt, ich bin zufrieden mit der Berlin-Politik dieser Regierung, beinahe optimistisch und sogar beruhigt, dass der alte Bürgermeister auch der neue Bürgermeister sein wird. Aber ich werde ihn nicht wählen. Auch die Linke wird auf meine Stimme verzichten müssen. Ich wähle die Piraten.</p>
<p>Was wie ein Widerspruch klingt, ist in Wahrheit eine Konsequenz, die ich bei der letzten Bundestagswahl begonnen habe und nun fortsetze. Die <a href="http://berlin.piratenpartei.de/" target="_blank">Piraten</a> bringen die Themen Datenschutz sowie die Existenz und die Relevanz des Internet auf die Agenda, wie es keine andere Partei will oder kann. Ich weiß, es sind keine Themen, die vom Abegordnetenhaus aus das Land verändern können, aber es sind Themen die angesprochen, ja, angegangen werden müssen. Und zwar auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene. Diese Wahlen am 18. September 2011 können ein Anfang sein. Der oft beschworene Vergleich zu der Gründungsszene der Grünen (gegen Atomkraft und für Umweltschutz) wird sich erst in 20 Jahren bestätigen oder in Luft auflösen. Aber darum geht es auch nicht. Die etablierten Parteien haben die Existenz der Piratenpartei durch Ignoranz erst möglich und sogar notwendig gemacht.</p>
<p>Diese Wahlen sind die spannendsten und wichtigsten Berlin-Wahlen seit langen, aber garantiert nicht langweilig.</p>
<p>P.S. Wer nicht wählt wird klein und dick.</p>
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		<title>Bin Laden ist tot &#8211; wir leben in der Vergangenheit</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 08:39:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um folgendes vorab festzustellen, Osama Bin Laden war ein skrupelloser Menschenfänger und Massenmörder, der mit der Rechtfertigung eines wehrlosen Gottes (und den Waffen sowie der Ausbildung Amerikas) tausende Menschen töten ließ und Angst und Schrecken in einer Größenordnung verbreitete, die nach dem Ende des dritten Reiches nicht mehr vorstellbar war. Die Nürnberger Prozesse, der Umgang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um folgendes vorab festzustellen, Osama Bin Laden war ein skrupelloser Menschenfänger und Massenmörder, der mit der Rechtfertigung eines wehrlosen Gottes (und den Waffen sowie der Ausbildung Amerikas) tausende Menschen töten ließ und Angst und Schrecken in einer Größenordnung verbreitete, die nach dem Ende des dritten Reiches nicht mehr vorstellbar war.</p>
<p><span id="more-605"></span>Die Nürnberger Prozesse, der Umgang Israels mit den Völkermorden in einem Gerichtssaal statt auf dem Schafott und selbst die Festnahme und schließliche Verurteilung von Saddam Hussein zeigen die Schwere der Hinrichtung des ehemaligen Al Quaida Führers, der ohne Frage eine unendliche Schuld mit sich trägt, aber von dem selbst kein Gefahr mehr ausgegangen ist.</p>
<p>Das hat sich mit seiner Tötung im schlimmsten Fall wieder geändert. Auf Rache, folgt Rache, folgt Rache &#8230; Die USA hätten diesen Kreis durchbrechen können. Erst die jubelnden Massen vor dem weißen Haus, die bei genauem Hinsehen, die Anschläge vom 11. September bewusst kaum selbst wahrgenommen haben können sowie das Auftreten des Präsidenten, lassen erahnen worum es eigentlich gegangen sein könnte. Sie verdeutlichen zudem einen Rückfall in die Zeit des Wilden Westens, die unbeirrt Teil der amerikanischen Identität ist und den politischen Erfolg von schlichten Gemütern von Reagan bis Schwarzenegger erklärt.</p>
<p>Der große Bruder hat aufgeräumt, ist seiner Verantwortung für seine kleinen Geschwister im eigenen Land und über die Grenzen hinaus nachgekommen. Das sollte die Botschaft sein. Und die Geschwister applaudieren artig. Kanzlerin Merkel drückt sogar Freude über den Erfolg der Operation aus. Freude über eine Hinrichtung, die in der deutschen Verfassung, der Grundlage der deutschen Politik, ausgeschlossen ist. Freude über einen Mord, der das christliche Weltbild doch eigentlich erschüttern müsste. Eigentlich.</p>
<p><strong>Wilder Westen und Kreuzzug &#8211; wir leben in der Vergangenheit.</strong></p>
<p>Der  amerikanische Wahlkampf steht an. Obamas Vorgänger sicherte mit den Stimmen der rachsüchtigen, von Bin Laden gedemütigten Wähler seine Wiederwahl. Wenn dies die Antriebsfeder für den aktuellen Präsdienten gewesen sein sollte, macht er sich schlicht lächerlich. Die Frage stand im Raum, ob die Auszeichnung des Friedensnobelpreises zu früh kam. Dabei hat er allein mit seiner Kandidatur viel für die Religions- und Völkerverständigung getan und Hoffnungen geweckt &#8211; in ehrliche Politik und eine friedliche Welt. Dieses Versprechen konnte nicht eingehalten werden. Der Preis war richtig, doch er hätte an die Bewegung des <em>Change </em>gehen sollen.</p>
<p>Denn wir erleben einen unsäglichen Rückfall in alte Verhaltensmuster, deren Überwindung wir erhofft hatten: Cowboys in Amerika, Duckmäuser in Europa. Die deutsche Außenpolitik im Speziellen entbehrt mittlerweile jeder Diskussion.</p>
<p><strong>Verstörungstheorie</strong></p>
<p>Kaum etwas ist anstrengender als hanebüchene Unterstellungen und Vermutungen von Verschwörungstheoretikern &#8211; die eigentlich Verschwörungspraktiker heißen müssten und denen ich nicht das Wort reden möchte. Dennoch erscheint der Ablauf der Operation Geronimo zumindest fragwürdig.</p>
<ul>
<li>Bin Laden war nicht in den Bergen oder in einer Höhle versteckt, sondern wohnte auf einem luxuriösen, pompösen Anwesen unweit der pakistanischen Hauptstadt. (Der dort ansässige Geheimdienst zählt übrigens nicht zu den unfähigsten.)</li>
<li>Bin Laden wurde nach Aussagen der USA in diesem Hochsicherheitstrakt (aber unbewaffnet und ohne sonstige Gegenwehr) gestellt und gemeinsam mit Angehörigen hingerichtet.</li>
<li>Eine seiner Frauen hat ihn sofort identifiziert und auch das Einsatzkommando war gut vorbereitet und hatte vorsichtshalber DNA-Vergleichsproben (seiner Schwester) dabei.</li>
<li>Deshalb konnte der Leichnahm ohne weitere Ermittlungen direkt einer Seebestattung an unbekanntem Ort zugeführt werden.</li>
</ul>
<p>God bless America!</p>
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		<title>Neulich auf der LOMBB (die zehn Social Media Gebote)</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 10:23:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche fand die zweite LOMBB (Lokales Online Marketing Berlin Brandenburg) statt. Das klingt hölzern und ist es auch ein bisschen. Das liegt vor allem an der Ausrichtung der Veranstaltung, die man mit &#8216;think global, act local&#8217; übersetzen könnte, aber das wäre schon fast zu fresh &#8230; Die Veranstalter wollen lokale Unternehmen mit lokalen Dienstleistern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche fand die zweite LOMBB (Lokales Online Marketing Berlin Brandenburg) statt. Das klingt hölzern und ist es auch ein bisschen. Das liegt vor allem an der Ausrichtung der Veranstaltung, die man mit &#8216;think global, act local&#8217; übersetzen könnte, aber das wäre schon fast zu fresh &#8230; Die Veranstalter wollen lokale Unternehmen mit lokalen Dienstleistern zusammenführen und verbinden eine Messeveranstaltung mit einer Vorträgen zu dem Thema und zwar kostenlos. Das hat den Vorteil einer hohen und glücklichen Besucherdichte, lässt aber die Qualität leiden.<span id="more-600"></span></p>
<p>Während im letzten Jahr, als <a href="http://keksbox.com" target="_blank">keksbox</a> und <a href="http://twittwoch.de" target="_blank">twittwoch</a> ebenfalls vor Ort waren, sich die Aussteller in SEO Tipps und Tricks überboten, gab es in diesem Jahr hauptsächlich Anbieter im Social Media Bereich &#8211; zumindest als schmückendes Beiwerk. Das war insofern interessant, als das dies sowohl bei den Ausstellern, den Referenten und den Besuchern der Fall war. Doch die Fassaden bröckelten zum Teil sehr schnell und ließen oft den Blick auf ein großes, unschönes Nichts zu.</p>
<p>Doch auch ein paar wissbegierige Unternehmen waren dort und es entstanden an dem Gemeinschaftstand mit <a href="http://berlin-info.de" target="_blank">Berlin-Info.de</a> ein paar spannende Gespräche, aus denen ein neuer Mitarbeiter, ein erweitertes oder zumindest gepflegteres Netzwerk und vielleicht auch der eine oder andere Kunde akquiriert werden kann.</p>
<p>Als Auszug aus den guten Vorträge hier die Slides von mir (*räusper*) und den Freunden und Kollegen <a href="http://janheinemann.com" target="_blank">Jan Heinemann</a> und <a href="http://janhendriksenf.de" target="_blank">Jan-Hendrik Senf</a>.</p>
<p>In meinem Vortrag habe ich die zehn Social Media Gebote aktualsiert und mit Beispielen hinterlegt.</p>
<div style="width:425px" id="__ss_7673771"> <strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a href="http://www.slideshare.net/keksbox/social-media-10-gebote-lombb" title="Social Media 10 Gebote #lombb">Social Media 10 Gebote #lombb</a></strong> <iframe src="http://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/7673771" width="425" height="355" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
<div style="padding:5px 0 12px"> View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/keksbox">[ *] keksbox</a> </div>
</p></div>
<p><strong>1. Gebot: Du sollst ein Konzept haben und eine Strategie verfolgen.</strong></p>
<p>TelDaFax: der Telekommunikationsanbieter veröffentlichte zu Beginn seiner Aktivitäten einen Post, nachdem dieser Kanal nicht für Kritik geeignet sei, was natürlich Kritik auslöste. Anstatt weiter ignorant drauf zu hauen oder die Krisen-PR-Maschine hochzufahren, machte das Unternehmen Wochenende, ließ die Meinungen wirken und gelobte am darauf folgenden Montag Besserung.</p>
<p>Learning: &#8216;Erst überlegen, wofür man welchen Kanal nutzen möchte und vor allem nutzen kann und dann loslegen.&#8217;</p>
<p><strong>2. Gebot: Achte deine Philosophie, deine Werte und Visionen.</strong></p>
<p><a href="http://zeha-berlin.de" target="_blank">Zeha-Berlin</a>: die Schuhdesigner aus der Hauptstadt sicherten sich die Rechte an der alehrwürdigen Marke aus dem Osten und sahen sich mit der herausforderung konfrontiert eine jüngere Zielgruppe zu erreichen, ohne die alten Werte zu verleugnen. Die Lösung war unter anderem eine mobile Marketingaktion mit geschichtlichem Hitnergrund.</p>
<p>Learning: &#8216;Die Zeiten ändern sich, Marken dürfen sich entwickeln.&#8217;</p>
<p><strong>3. Gebot: Du sollst keine Verbrechen in Design und Inhalt abegehen.</strong></p>
<p>WithLeather.com: Die Plattform nutze frei zugängliche Privatphotos einer Sportlerin und machten diese &#8211; ohne ihren Wunsch oder ihr Wissen &#8211; zum Internetstar und Sexsymbol. Es kam zu rechtlichen Auseinandersetzungen, aber zu keinem Ergebnis &#8230;</p>
<p>Learning: &#8216;Was du nicht willst, das man dir tu &#8230; ihr wisst bescheid.&#8217;</p>
<p><strong>4. Du bis nicht Gott &#8211; nicht mal ein bisschen.</strong></p>
<p>Jako: Der Sportbekleidungsfabrikant war traurig, als Blogger Trainer Baade in einem Nebensatz eine Zusammenhang zwischen den Jako-Produkten und Aldi herstellte. Aufgrund dieser Trauer wurde die Rechtsabteilung eingeschaltet. Das Thema machte die Runde in den Netzwerken hinzu Spiegel Online und verlief dann doch im Sande.</p>
<p>Learning: &#8216;Ruhe bewahren, sonst kann (und wird) es noch schlimmer kommen.&#8217;</p>
<p><strong>5. Du Geduld beweisen, dir und anderen gegenüber.</strong></p>
<p>ZDF: Zwei Fans kaperten bzw. erstellten den @zdfonline Kanal auf Twitter und trotzt sogar Abmahnversuchen aus Mainz. Dabei schufen sie einen der erfolgreichsten und anerkanntesten Accounts in Deutschland und wurden statt mit einer Klage mit einer Festanstellung belobt.</p>
<p>Learning: &#8216;Auch mal jemanden Fragen, der sich damit auskennt.&#8217;</p>
<p><strong>6. Du sollst deine Fans, Friends und Follower nicht langeweilen.</strong></p>
<p><a href="http://fetedelamusique.de" target="_blank">Fête de la Musique Berlin</a>: Tolles Thema, toller Kunde. Es geht um Musik, Sonne, Sommer, Freizeit, Party und natürlich Musik &#8211; aber nur an einem Tag im Jahr. Was berichtet man sonst so? Wir entschieden uns für einen lockeren Umgang mit den Empfängern und etablierten einen kleinen musikalischen Guide für die Hauptstadt.</p>
<p>Learning: &#8216;Mach dich zu einem Experten auf einem bestimmten Gebiet.&#8217;</p>
<p><strong>7. Ehre deine Mitarbeiter, deine Partner und deine Kunden.</strong></p>
<p>My-OnID: Das Unternehmen (angesiedelt zwischen Xing und Yasni) sieht sich selbst als Reputationsmanagement-Instrument in den Tiefen des Netzes. Trotzdem schienen sie überrrascht, das eine online ausgesprochene Mitarbeiterkündigung zu heftigen Reaktionen führte und stark an der Reputation der Münchner kratzte.</p>
<p>Learning: &#8216;Was drauf steht, sollte auch drin sein&#8217; oder &#8216;Das Netz ist doch nicht doof.&#8217;</p>
<p><strong>8. Du sollst nicht stehlen &#8211; nenne deine Quellen.</strong></p>
<p>Klauseck: Der SuperDuper Social Media Guru hat eine kleine Armee aus bloggern und twitterern, die oft die ersten sind, die ein Thema entdecken und oft auch Trends und Themen setzten. Durch personalisierte Linkshortener wurden kürzlich die waren Quellen bekannt, die vergessen wurden zu benennen. Wohin das führen kann, ist spätestens seit TK hinlänglich bekannt.</p>
<p>Learning: &#8216;Also wirklich &#8230;&#8217;</p>
<p><strong>9. Du sollst kein falsches Zeugnis über deine Wettbewerber reden.</strong></p>
<p>Jack Wolfskin: Die Marke mit der Tatze war im Netz unterwegs und hat Kleidungsstücke mit Aufdrucken und -nähern entdeckt, die eine Ähnlichkeit erahnen könnten. Der Plattform für die online erhältlichen Waren nach dem eBay-Prinzip (Dawanda) brachte das zunächst viel Stress, aber auch große Aufmerksamkeit. Und beide Seiten konnten sich einigen.</p>
<p><strong>10. Du sollst nicht und niemals unsozial sein.</strong></p>
<p>Learning: &#8216;social bedeutet sozial.&#8217;</p>
<p>Der letzte Punkt zeigt den Basis-Ansatz meines Vortrages. Die Kollegen Senf und Heinemann gingen etwas mehr in die Tiefe und bertrachteten lokale Verzeichnisse und die Möglichkeiten durch mobile Marketing anhand einiger Beispiele.</p>
<div style="width:425px" id="__ss_7672227"> <strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a href="http://www.slideshare.net/janhendriksenf/google-places-und-co-social-media-lokal-ausreizen-7672227" title="Google Places und Co. - Social Media lokal ausreizen">Google Places und Co. &#8211; Social Media lokal ausreizen</a></strong> <iframe src="http://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/7672227" width="425" height="355" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
<div style="padding:5px 0 12px"> View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/janhendriksenf">SENF &#8211; Social Media Consulting</a> </div>
</p></div>
<div style="width:425px" id="__ss_7674903"> <strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a href="http://www.slideshare.net/jankbx/location-based-marketing-services" title="Location Based Marketing &amp; Services">Location Based Marketing &amp; Services</a></strong> <iframe src="http://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/7674903" width="425" height="355" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
<div style="padding:5px 0 12px"> View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/jankbx">Jan Heinemann</a> </div>
</p></div>
<p>Abschließend wünsche ich der Veranstaltung noch mehr offene Unternehmen aus lokalen Branchen und mehr ehrliche Anbieter im weiten Feld des Online Marketing. So könnte eine wichtige Veranstaltung entstehen, auf der sich Anbieter und Interessierte von Internetdienstleistungen auf Augenhöhe begegnen und so befruchten können.</p>
<p>P.S. Das vor meinem Vortrag ausgeteilte <a href="http://twittwoch.de/bullshitbingo" target="_blank">Social Media Bullshit Bingo Spiel</a> wurde nicht geknackt &#8230; Puh.</p>
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		<title>Re:plik &#8211; Echokammer #rp11</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 12:31:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine Unverfrorenheit! Ein Blogpost von jemandem der es gerade mal geschafft hat, zwei Sessions und ein paar Zerquetschte zu besuchen. Eine davon war der Vortrag von Thomas Pfeiffer zum Thema (Überraschung!) Echokammern. Es ging darum, dass sich Individuen eben nicht &#8211; oder selten &#8211; ihre eigene Meinung bilden, sondern sich Influencer suchen, die bestehende Meinungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Unverfrorenheit! Ein Blogpost von jemandem der es gerade mal geschafft hat, zwei Sessions und ein paar Zerquetschte zu besuchen. Eine davon war der Vortrag von <a href="http://webevangelisten.de" target="_blank">Thomas Pfeiffer</a> zum Thema (Überraschung!) Echokammern. Es ging darum, dass sich Individuen eben nicht &#8211; oder selten &#8211; ihre eigene Meinung bilden, sondern sich Influencer suchen, die bestehende Meinungen stützen und Quellen in Anspruch nehmen, deren Thesen dem eigenen Denken zumindest nahe kommen. Es wird leicht fallen, diese Feststellung zu bestätigen, wenn man einen Blick in seinen Facebook-Freundeskreis, sein Twitter-Netzwerk oder eben seine Tageszeitung wirft und die Ergebnisse mit den persönlichen Vorlieben für Musik, Politik und Bayern München vergleicht. <span id="more-539"></span></p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="400" height="300" src="http://www.youtube.com/embed/BLaZl9ve0z4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>&#8216;gleich und gleich gesellt sich gern&#8217;</strong></p>
<p>Das weiß der Volksmund seit mehreren hundert Jahren und doch verdeutlicht das Netz und seine Netzwerke diese Fragmentierung und macht sie vor allem sichtbarer denn je. Immerhin is der Webevangelist (sic!) Pfeiffer kein Webpessimist und sieht eine Durchlässigkeit, eine Verbindung zwischen den Echokammern, die ausreichen sollte, um sich nicht völlig abstumpfen zu lassen. Das garniert und erklärt er mit ausgiebigen Recherchen und Berechnungen des gesamten deutschsprachigen Twitteruniversums und einer Sezierung seiner 1.000 Facebook Freunde. Seinen linken Zuhörern empfiehlt er noch schnell das regelmäßige Studium des Münchener Merkurs und lässt das Publikum erleichtert und zufrieden zurück. Das klingt ein wenig danach, dass Echokammern self made sind und unterschlägt, dass die Segmentierung der Zielgruppen im Netz &#8211; durch Followempfehlung, bereinigte Streams auf Facebook, Suchergebnisse in Google mit Quellen aus dem eigenen bekannten Social Graph &#8211; beabsichtigtes und nachvollziehbares Ziel der erfolgreichen Player im Internet ist.</p>
<p>Vernetzung ist super und Austausch ist wichtig, doch am Ende wollen auch die offensten Netzwerke Geld verdienen und das geschieht im Zusammenspiel aus maßgeschneiderter Werbung und hoher Aufenthaltsqualität. Der menschliche Drang nach Bestätigung der eigenen Meinung wird im Netz nicht nur widergespiegelt, sondern bewusst verstärkt. Wichtig hierbei ist folgendes: Jede Fragmentierung bedarf einer gewachsenen kritischen Masse. Aber was sagt diese vergleichsweise einfache Erkenntnis über das Event <a href="http://re-publica.de">Re:publica</a> an sich?</p>
<p><strong>Chillen im Elfenbeinturm</strong></p>
<p>Die Gruppe der im Netz aktiven Menschen wächst. Dazu brauchen wir kein Diagramm der Facebook-Nutzerzahlen. Mit den Menschen, kommen die Unternehmen und damit wird der Bedarf an &#8211; und die Macht von Menschen erhöht, die sich scheinbar auskennen und die vermitteln sollen. Und wer kein Eingeborener (Digital Native) ist, möchte einer werden, in dem er dabei ist und dabei bleibt. Wer möchte denn nicht dazugehören, wenn es so hip, cool und trendy ist, dass die, die draußen bleiben, im wahrsten Sinne des Wortes &#8216;out&#8217; sind.</p>
<p>Das und nichts anderes ist das Erfolgsrezept der Re:publica, die vor vier Jahren als engagiertes Blogger Event begann und vor allem anders, besser, spezieller sein wollte. Die selbst ernannte digitale Boheme hat sich vor allem selbst gefeiert für ihre Liberalität sowie ihren Freiheits- und Gleichheitsdrang. Das klingt nach Revolution, war aber oft nur &#8216;Chillen im Elfenbeinturm&#8217;, da sich das Revolutionäre nur auf die Entwicklung der technischen Möglichkeiten beschränkt hat. Visionen werden nicht entwickelt oder antizipiert, Visionen werden erst zur Kenntnis genommen und dann als eigenes Gedankengut präsentiert &#8211; Echokammer Galore. Pro-aktive Weiterentwicklung: Fehlanzeige.</p>
<p>In den letzten Jahren wurde &#8211; ganz deutsch &#8211; der Ausverkauf der Veranstaltung kritisiert. Geschenkt. Spannender ist der Vorwurf der angeblich falsch gewählten Überschriften in den vergangenen Jahren.</p>
<p>Die Stichpunkte:</p>
<ul>
<li>zu banal</li>
<li>zu tiefsinnig</li>
<li>zu abgehoben</li>
<li>zu anbiedernd</li>
</ul>
<p>fassen die Kritikpunkte ganz gut zusammen und zeigen vor allem die fehlende Konstruktivität der Masse. In diesem Jahr zogen die Veranstalter die Konsequenzen und verzichteten auf ein Motto. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, wo das Internet unausweichlich massenkompatibel wird. Das Bundespresseamt twittert, die Revolution in Nordafrika wird auch digital geführt, Facebook wird zum Netz im Netz und liefert sich einen Datensicherungswettkampf mit Google, der Zensus, ein Aprilscherz zu zertifizierten Social Media Beratern geht als zu glaubwürdig unter, das Internet ist nicht nur mobil verfügbar, sondern gestaltbar &#8230; aber die Re:publica braucht kein Motto?</p>
<p>Das könnte erklären, wie es zu Vorträgen kommt, in denen Referentinnen über Blogs sprechen, in denen Zahlen von 2008 und früher präsentiert werden und die Zukunft anhand von Statements beschrieben wird, die 20 Blogger abgegeben haben oder der Bereich Bildung von einem Panel diskutiert wird, welches die Diskussion noch nicht einmal in die Gegenwart hieven kann. Das kann aber nicht erklären, warum eine Magisterarbeit zum wichtigen Thema Öffentlichkeit im großen Saal vorgelesen (!) wird und sieben Twitterer als Referenz herhalten müssen.</p>
<p>Quantität scheint die Qualität abzulösen, auch wenn es neben Thomas Pfeiffer weitere echte Leuchttürme gab. Gunter Duck wurde gefeiert, ebenso wie Julia Probst und Mario Sixtus. Lobo wurde gefeiert und verachtet. Über die Performance-Schwierigkeiten des W-Lan und Konnektivität an sich wurde geschimpft. Also alles wie gehabt. Bis auf die Tatsache, dass mit der Masse an Besuchern und der Masse an Vorträgen, die Kapziäten gesprengt wurden und zahlende Gäste ausgesperrt werden mussten.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="400" height="300" src="http://www.youtube.com/embed/MS9554ZoGu8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Alles nur Trolls?</strong></p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/22385006?byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="300" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/22385006">Sascha Lobo &#8211; Trollforschung</a> from <a href="http://vimeo.com/medienkoch">Christian Cordes</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
</p>
<p>Überraschender Weise konzentrierte sich die berechtigte Kritik jedoch auf die Online-Kanäle. Offline hat man selten und trotz aller Schwierigkeiten so viele glückliche und entspannte Blogger-Gesichter gesehen. Was war passiert?</p>
<p>Der erste Facebook Event zur #rp11 (den ich mitbekommen habe) hieß &#8216;Klassentreffen 2011&#8242;. Und wahrscheinlich ist es genau das. Die Möglichkeit sich einmal im Jahr offline mit bekannten und unbekannten Menschen aus der Szene zu vernetzen, miteinander zu sprechen &#8211; die Aus- und Weiterbildung ein schöner Nebeneffekt wenn überhaupt.</p>
<p>Am Ende zitierten die Veranstalter, vermutlich unbeabsichtigt, Westerwelle mit dem ungefähren Wortlaut &#8216;wir haben verstanden&#8217;. Heißt, es soll im nächsten Jahr eine neue größere Location geben. Doch das geht (wie bei Westerwelle) am Thema vorbei. Stattdessen braucht es eine Überschrift, braucht es anregende und qualitative Vorträger und Vortragende, braucht es Platz zum Netzwerken und zum miteinander arbeiten, tüfteln und basteln.</p>
<p>Wir brauchen Vorreiter und Vordenker, wenn es um den Umgang mit dem Internet geht. Ziele und Visionen, wie wir digital und analog leben wollen.</p>
<p>Diese Rolle könnte die Re:publica übernehmen. Oder sie fragmentiert die eben noch von Markus Beckedahl ausgerufene <a href="http://digitalegesellschaft.de" target="_blank">Digitale Gesellschaft</a>.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong></p>
<p>Wer es weniger weniger differenziert oder ausführlicher mag, kann ja  hier noch mal reingucken &#8211; die Echokammer der dt. Blogosphäre <img src='http://www.bastiankoch.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<ul>
<li>Stecki: <a href="http://blog.stecki.de/archives/251-retrospektive-reinfall-republica.html" target="_blank">re:trospektive: re:infall re:publica</a></li>
<li>DieGoerelebt: <a href="http://diegoerelebt.wordpress.com/2011/04/15/republica-2011-kritik/">re:publica XI – mein rundblickender Rückumschlag</a></li>
<li>PrinzRupi: <a href="http://frieling.blog.de/2011/04/15/re-publica-2011-fazit-11011327/">re:publica 2011: ein kritisches Fazit</a></li>
<li>Internetradierer: <a href="http://www.internetradierer.de/netzpolitik/republica-2011-ein-recap-rp11.html">Re:Publica 2011 – ein re:cap #rp1</a>1</li>
<li>PR Doktor: <a href="http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2011/04/15/republica-warum-ich-es-besser-hatte-als-die-koenigin-und-die-aussenminister/">re:publica XI: Warum ich es besser getroffen habe als die Königin und die Außenminister</a></li>
<li>Johan: <a href="http://www.johanvonhuelsen.de/blog/wordpress/2011/04/17/remove-oder-der-versuch-einer-republica-perspektive/">re:move — oder der Versuch einer re:publica-Perspektive</a></li>
<li>Palisades <a href="http://www.elcario.de/tag/berlin/">Berlin</a>: <a href="http://palisades-berlin.de/2011/04/16/show-fucking-face-oder-die-republica-11/">“Show your fucking face” oder die re:publica 11</a></li>
<li>Drylighting: <a href="http://drylightning.de/spezials/republica2011.html">re:flextion re:publica 2011</a></li>
<li>AmyPink: <a href="http://www.amypink.com/2011/04/republica-2011-orgy-of-irrelevance/">RE:PUBLICA 2011 Orgie der Bedeutungslosigkeit</a></li>
<li>Kreativbüro: <a href="http://www.kreativbuero.de/2011/04/resumee-xi/">re:sümee XI</a></li>
<li>BisCulmCom: <a href="http://bisculm.com/republica-2011-%E2%80%93-im-norden-nichts-neues--2726/">Re:publica 2011 – Im Norden nichts Neues</a></li>
<li>Elcario: <a href="http://www.elcario.de/republica-2011-das-war-nichts-rp11/1847/" target="_blank">Re:publica 2011 &#8211; Das war nichts</a></li>
<li>t3n: <a href="http://t3n.de/news/republica-drei-dinge-besser-306270/" target="_blank">Re:publica &#8211; drei dinge besser.</a></li>
</ul>
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