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		<title>Rentenpflicht: Richtige Beschwerde aus den falschen Gründen.</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 18:13:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was für ein Aufschrei! Na ja, zumindest in der digitalen Welt &#8230; Worum geht es? Das Arbeitsministerium plant unter dem Motto &#8216;Lebensleistung belohnen&#8217; eine Rentenpflicht für Selbstständige. Diese sieht vor, dass die Berufsgruppe staatlich vorsorgen muss (dazu zählen im Übrigen auch Institutionen wie die KSK). Wie die Kontrolle erfolgt bzw. welche Folgen eine Nicht-Beteiligung hat, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was für ein Aufschrei! Na ja, zumindest in der digitalen Welt &#8230;    Worum geht es? Das Arbeitsministerium plant unter dem Motto    &#8216;Lebensleistung belohnen&#8217; eine Rentenpflicht für Selbstständige. Diese    sieht vor, dass die Berufsgruppe staatlich vorsorgen muss    (dazu zählen im Übrigen auch Institutionen wie die KSK). Wie die    Kontrolle erfolgt bzw. welche Folgen eine Nicht-Beteiligung hat, ist    meines Wissens noch offen, ebenso die Handhabe bei so genannten Kleinunternehmern, aber auch gar nicht das eigentliche Problem.<img title="Weiterlesen..." src="http://www.bastiankoch.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-769"></span></p>
<p>Die <a href="http://www.bmas.de/DE/Themen/Rente/rentenreformpaket-zuschussrente.html#doc69238bodyText7" target="_blank">Argumentation für die Rentenpflicht</a> ist einleuchtend.</p>
<p>Erstens:<em> &#8220;Das  verbessert den sozialen Schutz von Selbstständigen  und wirkt  ihrer   möglichen Abhängigkeit von Grundsicherungsleistungen  im Alter   entgegen.&#8221; </em></p>
<p>(Übersetzung: Es soll die Inanspruchnahme sozialer Leistungen im  Rentenalter eingedämmt werden.)</p>
<p>Zweitens:<em> &#8220;Bestehende  Alterssicherungslücken sollen so  geschlossen und die   Rechtslage in  Deutschland an die im Ausland  angepasst werden.&#8221; </em></p>
<p>(Übersetzung: Es soll  Geld in die leerer werdende Rentenkasse fließen.)</p>
<p>Richtig,  die Deutschland AG kümmert sich mit diesem Gesetz vor allem   um sich  selbst: weniger ausgeben, mehr einnehmen. Dieses Ziel hätte  klar   ausgesprochen werden können, denn es ist ist in Anbetracht der  Lage   nachvollziehbar und überfällig.</p>
<p>Als Problem sehen die Unterzeichner der <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3Bsa%3Ddetails%3Bpetition%3D23835" target="_blank">Gegen-Petition</a> folgende Punkte:</p>
<ul>
<li>Die Plichtversicherung sei existenzbedrohend für Existenzgründer,  immerhin geht es um mehrere hundert Euro im Monat.</li>
</ul>
<p>In Wahrheit sind  Beitragsbefreiungen in der Existenzgründungsphase   und Erleichterungen  bei Unternehmensgründungen bereits vorgesehen.   Darüberhinaus könnte die Einführung der Pflichtrente dafür sorgen, dass   insbesondere junge Unternehmer von Anfang an Stunden- und Tagessätze   aufrufen, die erstens ihrer Leistung und zweitens dem berühmten Markt   gerecht werden. Es kann doch nicht sein, dass verantwortsvolle   Dienstleister unter den Dumpingpreisen ihrer unbedarften Wettbewerber   leiden müssen.</p>
<ul>
<li>Die Pflichtversicherung sei ein Eingriff in die persönliche  Lebensgestaltung.</li>
</ul>
<p>Das ist soweit richtig, doch kaum einer der  Freigeister wird sich   darüber beschweren, finanzielle Unterstützung zu  erhalten, wenn   Gründungen und Selbstständigkeiten scheitern oder wenn  im Rentenalter die Sicherungen im Bereich eines Existenzminimums nicht  ausreichen.</p>
<ul>
<li>Die Pflichtversicherung schließt Altersvorsorgungen abseits privater  und öffentlicher Rentensysteme aus.</li>
</ul>
<p>Erster, aber wichtiger Punkt für die Kritiker. Der  Gesetzgeber will verhindern, dass die   Altersvorsorge schon vor dem  Renteneintrittsalter veräußert wird und   die geplante Entlastung schlicht  nicht mehr stattfindet.</p>
<p>Hierüber  kann und muss man dringend diskutieren, denn wenn der   Staat  Garantien möchte, soll er sie auch geben. Ich selbst sehe  momentan   jedoch nicht, dass die jetzt u40jährigen überhaupt noch mit  der   Auszahlung einer Rente rechnen dürfen. Dass ist schon hart für die    Angestellten, die vertrauensvoll Abzüge in Kauf nehmen von Geldern die sie weder in der Hand noch auf dem Konto hatten. Rürup oder Riester? Zu gering die Rendite, zu starr die Ein- bzw.    Auszahl-Modifikationen. Das darf nicht die Lösung sein, weil man sich dann ja quasi noch gegen die Absicherung absichern müsste. Bescheuert.</p>
<p>Ich bin jedoch positiv überrascht, dass  überhaupt mal etwas in Bezug   auf das Rentensystem passiert. Dass immer  weniger Arbeitnehmer immer   mehr Nicht-Mehr-Arbeitnehmer finanzieren  müssen, war lange vor der   Blümschen Formulierung der sicheren Rente  kein Geheimnis mehr. Zu niedrig  die  Geburtenrate, zu hoch die  Lebenserwartung.</p>
<p>Doch die Rentenpflicht für ca. drei Millionen Selbstständige ist mehr  Placebo als  Gegenmittel, weshalb auch  ich dagegen bin, obwohl ich  weder die  Petition unterschrieben habe noch  der <a href="https://www.facebook.com/keinrentenzwang" target="_blank">Facebook Gruppe </a>beigetreten    bin. Denn das Problem ist ein anderes: über sieben Millionen Beamte,  Parlamentarier,  Minister  bleiben weiterhin von dem Rentenprinzip  ausgeschlossen,  zumindest was  das Einzahlen betrifft. Das heißt, sie  müssen sich weder  um ihre  Beschäftigung, noch um ihre Altersvorsorge  kümmern. Die Gründe,  die zu  dieser Zweiklassengesellschaft führten,  sind längst veraltet  und in  Anbetracht des Ist-Zustandes auch nicht  mehr zu erklären.</p>
<p>Ein paar Fragen dazu:</p>
<ul>
<li>Wofür brauchen wir überhaupt Kirchenbeamte? Okay, ich bin Atheist, aber sollten Staat und Kirche nicht getrennt sein?</li>
<li>Sagt  es nicht alles, dass Beamte im öffentlichen Dienst einer Gehorsams- und  Informationspflicht unterliegen, aber es keine Leistungspflicht gibt?</li>
<li>Wieso  soll ein Lehrer verbeamtet werden? Dass es auch anders geht, zeigen gut  ausgebildete Schüler von motivierten Nicht-Beamten (je nach Bundesland)  sowie erfolgreichen Privatschulen.</li>
<li>Warum   muss sich der Steuerzahler indirekt an defizitären  Unternehmen,   speziell im Bereich des Personenfernverkehrs (Bahn,  Flughäfen etc.)   beteiligen?</li>
<li>Wie rechtfertigen ein paar Jahre im Parlament oder  einer sonstigen  staatstragenden Position Jahrzehnte der  Einkommenssicherung (von  Wulffschen Verhältnissen mal  abgesehen &#8230;)?  Bezahlt die Leute ruhig  gut und sehr gut und meinetwegen besser als  bisher, aber bitte für   die Zeit in der sie arbeiten und nicht für die  Zeit danach.</li>
<li>Was haben wir (als Menschen und als Staat) eigentlich von zwei verschiedenen Steuersätzen, undurchsichtigen Abschreibungsmöglichkeiten und 30 Kilogramm aktueller Gesetzgebung dazu, also außer einer Beschäftigung für die Steuerberater?</li>
</ul>
<p>Aber diese Probleme anzugehen, wäre wohl etwas zu viel verlangt von unserer Regierung, mit der ich &#8211; das sage nur sicherheitshalber &#8211; alles andere als zufrieden bin; trotz und wegen der Rentenpflicht.</p>
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		<title>Fotos re:publica 2012 (TEST)</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 07:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<title>Facebook kauft Instagram &#8211; und marschiert</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 10:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Dreiviertel Jahr nach dem Start des Möchtegernkonkurrenten Google+ landet Facebook mit der Übernahme von Instagram erneut einen Coup und setzt die Strategie fort, das Netz im Netz zu werden: nach der Integration von Bing (Instant Maps), Skype (Instant Messaging) und Spotifiy (Instant Music) vermeldet Mark Zuckerberg den Kauf von Instagram und macht sich so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Dreiviertel Jahr nach dem Start des Möchtegernkonkurrenten Google+ landet Facebook mit der Übernahme von Instagram erneut einen Coup und setzt die Strategie fort, das Netz im Netz zu werden: nach der Integration von Bing (Instant Maps), Skype (Instant Messaging) und  Spotifiy (Instant Music) vermeldet Mark Zuckerberg den Kauf von Instagram und macht sich so erstens für seine Nutzer und damit zweitens für Anzeigenkunden noch attraktiver.<span id="more-753"></span></p>
<p>Es ist wichtig, noch einmal zu betonen, das Facebook nicht mit seinen Diensten Geld verdient und verdienen möchte, sondern mit den Daten derjenigen, die diese Dienste in Anspruch nehmen. Insofern spielt es auch gar keine Rolle, ob Instagram selbst jemals in der Lage ist, die kolportierten 10 Millarden US Dollar je wieder einzuspielen. Die Frage sollte eher lauten, lohnt es sich 14,28$ für jeden Instagram Nutzer auszugeben? Die Höhe dieser Summe erzwingt wiederum den Konjunktiv.</p>
<p><strong>Hat Instagram seine Seele oder noch schlimmer die Seele seiner Nutzer verkauft? </strong></p>
<p>Die Frage allein grenzt an Realitätsverlust. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Fotodienst kaum Umsatz erwirtschaftet hat, mit der Übernahme durch Facebook kann man den Gründern und den Mitarbeitern nur gratulieren &#8211; auch gern persönlich, es geht ja nur um ein Dutzend Personen.</p>
<p><a title="keine chance für neue social media netzwerke" href="http://www.bastiankoch.com/2011/10/keine-chance-fur-neue-social-media-netzwerke/" target="_self">An anderer Stelle dieses ungepflegten Blogs</a>, wurden zwei Möglichkeiten beschrieben, mit denen ein singulär orientierter Online-Dienst rocken kann: erstens als Longtail Premium Produkt mit sicherer Einnahmequelle (über Abo- bzw. Werbemodelle) oder mit dem Verkauf der Patente/Nutzer an einen der Big Player. Dennoch ist es meiner Meinung nach ein Irrglaube, dass Facebook mit dem Kauf nur Google zuvorkommen wollte &#8211; zu unterschiedlich erscheint die Ausrichtung. Für Google geht es trotz aller sozialen Gehversuche um die Gewichtung und Vermarktung von Suchergebnissen, während Instgram eine Community für (Hobby-)Fotografen und geteilte Erlebnisse darstellt. Allein das klingt schon nach Facebook.</p>
<p>Interessant und ein logischer Schritt wäre der Dienst aber vor allem für Twitter gewesen, die nach Kurz- und mittlerweile auch Langnachrichten (<a title="Twitter Blog" href="http://blog.twitter.com/2012/03/welcoming-posterous-team-to-flock.html" target="_blank">Übernahme von Posterous</a>) in Echtzeit, ein erhöhtes Interesse an einem angesehenen, nützlichen, schicken, mobilen und ebenso echtzeitigen Fotodienst haben sollten. Aber vielleicht war die Portokasse durch die letzten Einkäufe geleert oder die Prioriäten durch die Ausweitung auf Europa zu einseitig gesetzt.</p>
<p>Gerade mit dem Thema Mobilität tut sich Facebook im Vergleich zu Posterous und Twitter noch äußerst schwer. Die mobilen Applikationen aus dem Hause Zuckerberg werden zwar stetig weiter entwickelt, können bisher aber nicht Schritt halten mit den Entwicklungen der Browseransicht (Chronik, Markieren etc.) und haben somit Netzwerken wie <a title="allfacebook.de" href="http://allfacebook.de/beyond/ist-path-das-facebook-wie-es-sein-sollte" target="_blank">Path</a> den Weg geebnet &#8230; wohin auch immer dieser führen mag.</p>
<p>Mit dem Kauf von Instagram unterstreicht Facebook rechtzeitig vor dem geplanten Börsengang seinen Anspruch, auch mobil eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Ein Anspruch, dem sie mit dem lange angekündigten und gepriesenen Facebook Deals (erinnert sich noch jemand?) dann vielleicht auch Taten folgen lassen. Zumindest in diesem Bereich könnte Google Offers noch so etwas wie Wettbewerbsfähigkeit erreichen</p>
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		</item>
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		<title>Einfach mal machen &#8230;</title>
		<link>http://www.bastiankoch.com/2012/02/einfach-mal-machen-campkbx/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 17:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ende März laden wir von der keksbox zum Ideen- und Barcamp ein, eine Veranstaltung, bei der wir scheinbaren und vielleicht sogar offensichtlichen Hirngespinsten eine echte Plattform geben. Abgesehen davon, dass genügend Knaller vor Ort sein werden, mit denen man Pferde aber keine Produktinnovationen stehlen kann,  und die allesamt Lust auf digitalen Wahnsinn haben, machen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.amiando.com/eventxml/image.xml?eventPictureId=42894685&#038;width=100&#038;height=72" alt="" /></p>
<p>Ende März laden wir von der <a href="http://www.keksbox.com/news/viele-ideen-und-eine-bar" target="_blank">keksbox</a> zum Ideen- und Barcamp ein, eine Veranstaltung, bei der wir scheinbaren und vielleicht sogar offensichtlichen Hirngespinsten eine echte Plattform geben.</p>
<p>Abgesehen davon, dass genügend Knaller vor Ort sein werden, mit denen man Pferde aber keine Produktinnovationen stehlen kann,  und die allesamt Lust auf digitalen Wahnsinn haben, machen wir ein Casting mit Coaches und Blitztabellen, um am Ende des Wochenendes eine Idee zu küren, die wir mit den jeweiligen Ideengebern umsetzen werden. </p>
<p>Weil wir es können und weil wir es lieben.</p>
<p><span id="more-723"></span></p>
<div style="width:450px" id="__ss_11512892"> <strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a href="http://www.slideshare.net/keksbox/campkbx-2012-call-for-papers" title="CAMPKBX 2012 Call for Papers" target="_blank">CAMPKBX 2012 Call for Papers</a></strong> <iframe src="http://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/11512892" width="450" height="355" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
<div style="padding:5px 0 12px"> View more <a href="http://www.slideshare.net/" target="_blank">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/keksbox" target="_blank">[ *] keksbox</a> </div>
</p></div>
<p>Ideen dürfen bis zum 16. März per Mail an info@keksbox.com eingereicht werden. Als Inspiration soll folgende Short-List dienen:</p>
<ol>
<li>ein Rocket Internet-Klon Generator</li>
<li>ein Rocket Internet-Klon-Klon Generator</li>
<li>eine David Guetta Music Maker App (geht schnell &#8230;)</li>
</ol>
<p>Falls jemand ne viel, viel bessere Idee hat, ab dafür &#8211; wir machen sie wahr!</p>
<p>Neben dem Casting, bietet unser Barcamp Platz für kreativen Feinschliff und die richtige Konnecke. Es gibt Essen und Trinken und <span style="text-decoration: line-through;">eine</span> die keksbox Sause zu unserem 5. Geburtstag.</p>
<p>Alles im <a href="http://palais-kulturbrauerei.de/" target="_blank">Palais der Kulturbrauerei</a> und beinahe geschenkt. Beinahe &#8230;</p>
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		<title>Das Problem mit den Nazis</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 14:12:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bereits in den 90er Jahren, als Mölln, Hoyerswerda, Rostock und Solingen Schlagzeilen machten, weil desillusionierte und verideologisierte Jugendliche unter dem Applaus der Bevölkerung Asylantenheime in Brand steckten, zeigte sich das Problem im Umgang mit dem rechten Gedankengut &#8211; nämlich die Verharmlosung. &#8216;Es betrifft doch nur ostdeutsche Kleinstädte &#8230;&#8217; &#8211; Rostock: klein? Solingen: ostdeutsch? Diese Verharmlosung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits in den 90er Jahren, als Mölln, Hoyerswerda, Rostock und Solingen Schlagzeilen machten, weil desillusionierte und verideologisierte Jugendliche unter dem Applaus der Bevölkerung Asylantenheime in Brand steckten, zeigte sich das Problem im Umgang mit dem rechten Gedankengut &#8211; nämlich die Verharmlosung. &#8216;Es betrifft doch nur ostdeutsche Kleinstädte &#8230;&#8217; &#8211; Rostock: klein? Solingen: ostdeutsch?</p>
<p><span id="more-696"></span>Diese Verharmlosung war und ist zum einen ein Affront gegen die Opfer solcher Anschläge, denn die Gewalt, die eigentlich nicht zu erklären ist, wird nahezu wertneutral hergeleitet. Zum zweiten war die (falsche) Verallgemeinerung eine Beleidigung für demokratische/rechtsstaatliche und tolerante Menschen zwischen Zinnowitz und Zwickau, die über das nationalsozialistische Problem hinaus, die deutsche Einheit eher behinderte als förderte.</p>
<p>Der Weg der Verklärung statt Verhinderung rechtsextremer Taten wurde bis in dieses Jahrtausend weiter geführt. Erst mit dem erfolgslosen Versuch, die NPD im Jahr 2003 zu verbieten und dann mit der Schaffung bzw. Ernennung von No-Go-Areas zur Fussballweltmeisterschaft 2006. &#8216;Aus den Augen, aus dem Sinn&#8217; &#8211; als politische Marschroute. Das ist das Kind, was sich die Augen zuhält, um beim Versteckspielen nicht gefunden zu werden.</p>
<p>Das NPD-Verbot scheiterte auch &#8216;nur&#8217; deshalb, weil der Verfassungsschutz selbst verdeckt in dieser öffentlichen Organisation tätig war, um Straftaten zu verhindern bzw. Verstöße gegen das Recht zu belegen und zur Anzeige zu bringen. Der Erfolg verhinderter Anschläge, gestoppter Volksverhetzungen und die Prävention von rechter Gewalt lässt sich nur sehr schwer zählen und belegen. Im Gegensatz zu den rechtsterroristischen Anschlägen, die deutschlandweit und im Zeitraum von Verbotsdebatte und Sommermärchen unschuldige Mordopfer forderten.</p>
<p>Allein damit hat sich die Präventionsstrategie des Verfassungsschutzes ad absurdum geführt. Die Verdächtigen waren bekannt und die Netzwerke identifiziert. Geholfen hat das nichts, die Zusammenarbeit zwischen Ländern und deren Geheimdiensten verlief stümperhaft bis fahrlässig. Und das in einer Form, die die Frage aufwirft, wer eigentlich wen infiltriert hat: <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,798035,00.html" target="_blank">der Verfassungsschutz die rechte Szene oder die rechte Szene den Verfassungsschutz?</a></p>
<p>Und auch wenn der Staat nicht aktiv in Irrungen und Wirrungen rechter Propaganda verstrickt sein sollte und nicht verstrickt sein darf, weil damit Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Demokratie mehr als erschüttert wird, so ist dies kein Plädoyer für ein Verbot des größten deutschen Zusammenschlusses rechten Gedankenguts (NPD).</p>
<p>Menschenverachtung, Sadismus, Unaufgeklärtheit, Dummheit &#8211; oder was auch immer Menschen dazubringt, sich rechts außen zu organisieren und (ver-)führen zu lassen, kann man nicht verbieten. Verbote führen zu einer weiteren Abkapselung vom Sichtbaren einer Gesellschaft und stärken maximal den Zusammenhalt der Gruppierung gegen die, die ein Verbot fordern, fördern und goutieren.</p>
<p>Trotzdem und gerade deshalb müssen Verbrecher zur Verantwortung gezogen werden. Rechtsextremes und rechtsterroristisches Verhalten oder der Aufruf dazu, müssen strafrechtlich verfolgt werden können. (Zum Schutz verdeckter Ermittler ist dies tatsächlich nicht immer der Fall.) Zweitens muss die Politik eine aufgeklärte Gesellschaft als Ziel definieren und entsprechend investieren. Dazu zählen Kinder- und Jugendeinrichtingen, Bildungsinitiativen und öffentlicher, ehrlicher Diskurs in Bezug auf die rechte Szene.</p>
<p>Und schließlich müssen auch die Medien ihrer Verantwortung gerecht werden. Gezielte Tötungen von Ausländern (und Polizisten) dürfen nicht einer Mafia zugeschrieben werden, nur weil es sich besser verkauft. Terroristische Anschläge dürfen nicht als &#8216;Döner-Morde&#8217; verharmlost werden.</p>
<p>Opfer verdienen Respekt und Anteilnahme. Täter verdienen eine gerechte Strafe. Demokratie braucht eine Gesellschaft, die nicht wegguckt und <a href="http://www.tagesschau.de/kommentar/schroederprogrammegegenrechts100.html" target="_blank">Politiker, die Probleme nicht ignorieren, sondern lösen wollen</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Keine Chance für neue Social Media Netzwerke</title>
		<link>http://www.bastiankoch.com/2011/10/keine-chance-fur-neue-social-media-netzwerke/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 14:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es hört einfach nicht auf. Google möchte offizielle und alleinige Weltmacht werden und hält eine weitestgehende Kopie von Facebook (nämlich Google Plus) für etwas total neues, wichtiges und wegweisendes Tool &#8211; und ja, Design können sie besser als der blaue Riese. Ashton Kutcher wirft mit seinem Spielgeld nach Berlin und finanziert mit getamen.com den langerwarteten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es hört einfach nicht auf. Google möchte offizielle und alleinige Weltmacht werden und hält eine weitestgehende Kopie von Facebook (nämlich Google Plus) für etwas total neues, wichtiges und wegweisendes Tool &#8211; und ja, Design können sie besser als der blaue Riese. Ashton Kutcher wirft mit seinem Spielgeld nach Berlin und finanziert mit getamen.com den langerwarteten Dislikebutton für das Netz, um sich kurz und knapp über Menschen und Marken auszulassen (gutfinden geht natürlich auch, macht aber nur halb so viel Spaß). Und jetzt gibt es neben vielen anderen neuen Diensten auch noch chime.in &#8230;</p>
<p>Bezogen auf diese drei (und alle anderen, die in den letzten Monaten dazugekommen sind) behaupte ich: zum Scheitern verurteilt, zumindest was den jeweils kommunizierten Ansatz betrifft.<span id="more-681"></span><strong> </strong></p>
<p><a href="http://gplus.to/bastiankbx" target="_blank"><strong>Google Plus</strong></a></p>
<p>Google hat sich mit dem Netzwerk gewordenen Additionszeichen selbst übertroffen. Nach den Misserfolgen von Buzz und Wave war das aber auch nicht sonderlich schwer. Man jubelt laut über mehrere Millionen und fragt sich zurecht leise, warum es nicht Millarden sind. Immerhin sprechen wir von der Company mit den meisten Besuchern und Nutzern weltweit. Und es ist und war das daraus resultierende Selbstverständnis immer die Nummer 1 sein zu müssen, sich mit dem Dienst zu messen, der in Sachen Verweildauer und Traffic der größte Konkurrent um Werbeeinnahmen geworden ist: Facebook.</p>
<p>Doch Google hat Zuckerberg &amp; Co. unterschätzt. Zu groß ist der Vorsprung in Bezug auf Social Media und weiterführender Anwendungen. Die Idee ein handlicheres Oberflächendesign zu erschaffen und Möglichkeiten zu offerieren, die Facebook bis dahin fehlten, führte zu einem kurzen Ahhh und Ohhh in der Szene. Aber Facebook hat kühl und sachlich reagiert.</p>
<ul>
<li>Die Circle-Idee &#8211; nicht schlecht, wir optimieren unsere Listen (und auch die Abonennten Funktion ist spätestens seit Twitter keine Offenbarung mehr).</li>
<li>Der Hangout &#8211; schöne Idee, wir tun uns mit Skype zusammen.</li>
</ul>
<p>Auch die Diskussion um die Frage, wem die Daten gehören, hat Facebook berücksichtigt. Die Posts intuitiv und bezogen auf die Zielgruppe zu personalisieren ist auch nichts mehr, was die Dienste nennenswert unterscheidet. (Und ganz ehrlich, Datensicherheit als Argument für oder gegen einen der Dienste anzubringen ist so ähnlich, wie zwischen den Krankheiten Pest und Cholera wählen zu dürfen. Sei&#8217;s drum.)</p>
<p>Jedenfalls sind die Vorschusslorbeeren verpufft, <a href="http://mashable.com/2011/10/10/google-plus-traffic/" target="_blank">die Zahlen stagnieren</a>. Google Plus wird Businessprofile offerieren, es wird Apps geben &#8211; aber ich bezweifle, dass Mark Zuckerberg deswegen unruhig schläft.</p>
<p>Google Plus ist schon jetzt ein Tummelplatz für die üblichen Verdächtigen. Techies, Geeks, Nerds, Menschen, die als Blogger, Referenten oder Dienstleister Geld im Internet verdienen. Es ist eine Art socialmediaexpertenVZ und das ist genauso despektierlich gemeint, wie es klingt. Posts und Neuigkeiten, die parallel auf Twitter und Facebook diskutiert werden, finden auch hier ihre Beachtung. Das Netzwerk ist deshalb aber nicht überflüssig. Nicht nur Apple, sondern auch Google hat seine Jünger, die auf Android schwören und jede Neuerung aus dem Hause bejubeln. Für sie ist Google Plus das Netzwerk der ersten Wahl. Auch diese Zielgruppe wird sich monetarisieren lassen &#8211; davon bin ich überzeugt &#8211; und darüber hinaus bindet Google hier eine Herrscharr von Kommunikatoren, um Produktneuheiten zu testen und auf den Markt zu drücken, ohne auf die Reichweite eines Facebooks angewiesen zu sein.</p>
<p><a href="https://getamen.com/users/9717" target="_blank"><strong>Get Amen</strong></a></p>
<p>Venture Capital aus den U.S.A., Loft Büros in der Haupstadt, große Artikel in den Printmedien (u.a. Welt und SPIEGEL) für eine Idee, die so einfach ist, dass sie genial sein muss. Finde etwas gut oder schlecht und bekommen dafür ein Amen bzw. ein Hell no! &#8211; ui, wie provokativ &#8230; Sicher, die Idee verfängt und überzeugt mit Niedrigschwelligkeit und Spieltrieb. Aber wie lange soll das halten? Wie toll oder eben nicht toll etwas ist, kann ich auch so meinem Social Graph entnehmen. Ich kann ihn sogar selbst fragen, ohne getamen.com zu nutzen.</p>
<p>Der Dienst glaubt einen Weg gefunden zu haben, die oft zitierte Schwarmintelligenz endlich zu bündeln und zu monetarisieren. Ich glaube nicht daran. Es ist zu banal, um Nutzer zu binden. Es ignoriert, dass solche Services von Eigenwerbung überschwemmt werden, um dann anschließend von der Masse (soweit überhaupt vorhanden) wieder geerdet zu werden.</p>
<p>Die Chance besteht, dass beispielsweise Facebook den Dienst integriert oder Google die Technik übernimmt, um eigene Angebote bezogen auf Suchergebnisse oder den neuen Hotelfinder zu optimieren. Aber ob das zur Re-Finanzierzung führt, ist zumindest zweifelhaft, der neue heisse Scheiss wird es absehbar jedenfalls nicht.</p>
<p><a href="http://www.chime.in/user/bastiankbx" target="_blank"><strong>chime.in</strong></a></p>
<p>Der neue Dienst von UberMedia geht einen anderen (vielleicht folgenschweren) Weg. Zwar legt sich der Dienst nicht mit Facebook an, lässt sich aber schon zum Twitter-Killer hochstilisieren. Chime ist eine sehr ansehnliche und handliche Beta eines Social Networks. Man kann folgen und verfolgt werden, man kann Medien teilen, Updates kommentieren, liken, sichern und man kann Gruppen anlegen. Und alle so: Und nun?</p>
<p>Chime.in nimmt etwas ins Visier, was noch keinem Dienst gelungen ist, nämlich das verfolgen und im Auge behalten von Themen, unabhängig der Freunde in diesem Netzwerk (Chimepansen?). Natürlich kann man bereits in anderen Netzwerken suchen und Communities finden, um zu einem bestimmten Thema auf dem Laufenden zu bleiben. Aber das widerspricht der allseits verkündeten These, Inhalte nicht mehr zu finden, sondern von diesen gefunden zu werden.</p>
<p>Die Sache hat nur einen Haken: Inhalte wollen eingestellt werden, von Menschen. Erst diese machen ein Netzwerk interessant. Als Rudel- und Gewohnheitstiere sind wir da, wo unsere Freunde sind und nur in den seltensten Fällen dort, wo wir Freunde finden wollen. Das gab es auch mal, lag aber daran, dass dieses Internet noch nicht in (fast) alle Lebensbereiche vorgedrungen ist und von (fast) allen Bekannten gleichermaßen genutzt wurde. Es war die Langeweile, die uns das seltene Vergnügen neuer Bekanntschaften ermöglichte. Wie gesagt, gefunden werden oder empfohlen bekommen hat das suchen längst ersetzt.</p>
<p>Wenn es Chime.in nun gelingt, ein funktionierendes, soziales Netzwerk um Themen statt um Menschen zu stricken, verdienen sie allergrößten Respekt &#8211; und trotzdem wird es für sie nicht reichen. Google, Facebook und vielleicht sogar Twitter haben die Power, den Algorithmus nachzubauen oder &#8211; weniger kompliziert &#8211; UberMedia auszubezahlen. Aber wer braucht schon das ganze Netzwerk? Die Benannten jedenfalls nicht.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Es gibt noch zwei Möglichkeiten mit einem neuen Social Media Dienst Erfolg zu haben. Die eine ist, auf technische Weise einen Bedarf zu decken, der dem Denken der großen Netzwerke entspricht. Heißt, Code zu verkaufen oder sich in das jeweils bestehende Portfolio eingliedern zu lassen. Die zweite Möglichkeit besteht in der Ansprache einer kleinen, aber klar definierten Zielgruppe, die etwas wirklich braucht, bereit ist dafür zu bezahlen (oder Werbung zu ertragen) und maximal eingeschränkt die Möglichkeit besitzt Satisfaktion zu erlangen (Longtail).</p>
<p>Die Zeiten, in denen ein neuer Dienst (wie einst MySpace, Facebook, Twitter) wie Phönix aus der Asche steigt, sind lange vorbei. Fragen die bleiben, sind die nach dem Bestehen von Twitter oder dem Ausgang des Zweikampfes LinkedIn und Xing in Deutschland (&#8216;And the Winner is Facebook?&#8217;).</p>
<p>Zum Abschluss noch eins: Ich kann mich irren und ich werde wieder zu den ersten gehören, die Neuigkeiten im Web erstens testen und zweitens verreissen. Erstens weil ich muss und zweitens weil ichs kann.</p>
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		<title>(kleines) Social Media Experiment</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 11:38:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich zum Thema Social Media und ihrer Nutzung referiere, lege ich immer großen Wert auf das &#8216;Soziale&#8217;, also direkte, ehrliche Kommunikation in Verbindung mit freundlicher Ansprache und mehrwertigen Themen. Zu den No-Go&#8217;s gehört wildes Aggregieren in die unterschiedlichen Netzwerke. Wenn ich jedoch einen Blick in meinen Social Graph werfe, tauchen die selben Posts von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich zum Thema Social Media und ihrer Nutzung referiere, lege ich immer großen Wert auf das &#8216;Soziale&#8217;, also direkte, ehrliche Kommunikation in Verbindung mit freundlicher Ansprache und mehrwertigen Themen. Zu den No-Go&#8217;s gehört wildes Aggregieren in die unterschiedlichen Netzwerke. Wenn ich jedoch einen Blick in meinen Social Graph werfe, tauchen die selben Posts von den selben Leuten zur selben Zeit auf. Und auch ich ertappe mich dabei, Dinge die mir besonders wichtig sind, besonders breit zu streuen. Immerhin tue ich dies in den meisten Fällen händisch, um die jeweiligen Möglichkeiten und Anforderungen bei den Updates (Timing, Hashtags, Replies, Verlinkungen, Vorschaubilder etc.) zu berücksichtigen und auch, um im Überblick zu behalten, was, wann rausging und so jeweils die Kommunikation in Bezug auf Aktion und Reaktion koordinieren zu können.</p>
<p>Beim Nachdenken über dieses Prozedere hab ich mich &#8211; aus Mangel an Alternativen &#8211; selbst gefragt, ob das erstens sinnvoll und zweitens effizient ist oder ob sich die jeweiligen Kontakte nicht viel zu sehr überschneiden. Wer nutzt welche Netzwerke, wer ist mit mir wie oft vernetzt? Zeit für ein kleines Social Media-Experiment.</p>
<p><span id="more-653"></span></p>
<p><strong>1. Welche Netzwerke sollten in dem Experiment berücksichtigt werden?</strong></p>
<p>Als Social Media Experte, Berater, Autor (versucht es einfach möglichst neutral zu betonen), bin ich mir und meinen Kunden gegenüber dazu verpflichtet, viele Dienste auszuprobieren, Accounts zu sichern und mir eine Meinung zu bilden, die ich weitergeben kann. Dennoch ist MySpace tot, die VZ-Netzwerke liegen im Koma und MyOn-ID, Diaspora, Amen, hi.im, about.me, soup.io etc. spielen keine wirkliche Rolle in meiner digitalen Identität. Reader und Bookmarking-Dienste nutze ich eher privat also im unsozialen, geschlossenen Modus. Video- und Fotoportale sind nützlich und genutzt, aber ich bin weder Videokünstler noch Fotograf und habe hier keine nennenswerte Reichweite. Für meine Aktivität auf WordPress und anderen Blogging-Diensten gilt &#8211; Asche auf mein Social Media Haupt &#8211; dasselbe.</p>
<p><em>Auswahlkritierien: aktive Nutzung/regelmäßiges LogIn und eine Reichweite im dreistelligen Bereich</em></p>
<p>Damit reduzieren sich die relevanten Kanäle auf genau fünf. Drei die auf Gegenseitigkeit beruhen (Xing, LinkedIn, Facebook), wobei ich die Themen Abonnments, Premium-Accounts, die Möglichkeit verschiedener Filter und der zum Teil vorhandenen Option Updates öffentlich zu machen (was jeweils dieser Gegenseitigkeit widerspricht), bewusst ausblende, um das Experiment nicht ausufern zu lassen. Und zwei Dienste, die das Abonoment als soziales Element interpretieren (Twitter, Google Plus) &#8211; auch hier verdränge ich im folgenden die Funktionsweise von Listen, Kreisen und privaten Accounts.</p>
<p><strong>2. Welche von mir genutzten Diensten entsprechen meinen Auswahlkriterien anhand der Reichweite?</strong></p>
<p><a href="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/reichweite.png"><img class="alignnone size-full wp-image-654" src="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/reichweite.png" alt="" width="467" height="276" /></a></p>
<p>Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass den knapp 800 Followern, 400 Followings und den 280 Einkreisungen, 130 Personen gegenüberstehen, die mir ein Plus Wert waren.</p>
<p>Ich bin mir darüber im Klaren, dass diese Zahlen zwar über dem allgemeinen Durchschnitt liegen, was wiederum meiner Profession geschuldet ist, aber im Vergleich zu anderen Vertretern meiner Gilde, eher bescheiden ausfallen. Ich versuche die Netzwerke einigermaßen clean zu halten und habe bestimmt schon ebenso viele Kontakte gelöscht, wie aktiv hinzugefügt.</p>
<p><strong>3. Warum wurde Facebook als Plattform für das Experiment gewählt?</strong></p>
<p>Zwei Antworten liegen auf der Hand. zum Einen ist Facebook das mit Abstand erfolgreichste, reichweitenstärkste Netzwerk in Deutschland und zum anderen offeriert der Dienst mit &#8220;Questions&#8221; eine einfache Möglichkeit solche Experimente durchzuführen. Hinzu kommt, dass ich das Experiment geschlossen halten wollte, um wirklich aussagekräftige Antworten zu erhalten.</p>
<p>Schließlich und endlich entspricht die Anzahl der Kontakte auf Facebook mehr oder weniger dem Durchschnitt bezogen auf die benannten Netzwerke.</p>
<p><strong>4. Wie sollte das Experiment ablaufen?</strong></p>
<p>Zwei einfache Fragen und die Antworten aus meinem Facebook-Freundeskreis sollten genügen. Die ersten Frage bezieht sich auf die Nutzung der ausgewählten Kanäle meines schwerpunktmäßig privaten Netzwerkes. Die zweite Frage zielt auf die Vernetztheit mit meiner Person in eben diesen ab.</p>
<p>Die Fragen gingen in kurzen Abständen an 315 Freunde. Beteiligt haben sich 14% bei der ersten und 12% bei der zweiten Frage. Das ist auf Facebook Deutschland bezogen genauso wenig repräsentativ wie meine Gesamtanzahl an Kontakten in diesem Netzwerk, erfüllt jedoch seinen Zweck. Ohne es an dieser Stelle zu beweisen, glaube ich, einen guten Durchschnitt bezogen auf Alter, Geschlecht, Profession erreicht zu haben. Tatsächlicher Schwachpunkt: Viele meiner Facebook-Freunde sind wie ich im Netz unterwegs und besonders empfänglich für solche Spielereien.</p>
<p>Von mir selbst und von anderen Community Managern weiß ich, dass bereits Interkationsraten im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu Luftsprüngen führen und als Erfolg zu bewerten sind. Insofern entspricht das Feedback zu den Fragen dem Vorteil den man als Mensch, den man auch analog kennt, gegenüber einer Marke oder einer Firma besitzt.</p>
<p><strong>5. Welche Netzwerke werden von meinen Facebook-Freunden aktiv genutzt?</strong></p>
<p>&#8216;Aktiv&#8217; bezeichnet in diesem Zusammenhang, dass regelmäßige Einloggen (mindestens einmal im Monat) zur aktiven oder passiven Nutzung des jeweiligen Netzwerkes.</p>
<p>Da die Frage auf Facebook gestellt wurde, sind 100% der Befragten auch in diesem Netzwerk aktiv. Die darüber hinaus gehenden Informationen sind zumindest teilweise überraschend.</p>
<p><a href="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/sm-nutzung.png"><img class="alignnone size-full wp-image-656" src="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/sm-nutzung.png" alt="" width="468" height="299" /></a></p>
<p>Xing, Twitter und Google Plus (in der Reihenfolge) werden fast gleichberechtigt genutzt. Ungefähr 2/3 meiner Freunde haben einen Account bei diesen Diensten. LinkedIn landet abegschlagen auf Platz fünf. Wenig überraschend ist der zweite Platz von Xing, gilt es doch als das Business-Netzwerk Nummer 1 in Deutschland. (Obwohl die Abgesänge im Netz eher mehr als weniger werden und LinkedIn zumindest in Sachen Online-Reputation vor vor seiner Copy Cat liegt.)</p>
<p>Überraschend sind die hohen Nutzungszahlen von Google Plus und Twitter. Der Kurznachrichtendienst wurde doch bisher eher belächelt, Google Plus ist noch nicht einmal ein halbes Jahr alt und wird &#8211; auch von mir &#8211; als Nerd-Spielplatz wahrgenommen, der verwaist sein wird, sobald es etwas neues gibt &#8230; Mit dem Wissen, dass zur Zeit nur <a href="http://webevangelisten.de/erstmals-mehr-als-eine-halbe-million-aktive-twitteraccounts/" target="_blank">eine halbe Millionen Menschen auf deutsch twittern</a> und <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/So-viel-zum-Thema-Google-Plus/story/12098258" target="_blank">der Abgesang auf Google Plus</a> bereits begonnen hat, erscheinen die Zahlen meiner Umfrage relativ hoch.</p>
<p><strong>6. In welchen Social Media Diensten sind meine Facebook-Freunde mit mir vernetzt?</strong></p>
<p>Auch hier gilt, da die Frage auf Facebook gestellt wurde, sind 100% der Befragten meine Facebook-Freunde. So weit, so banal.</p>
<p><a href="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/sm-kontakte.png"><img class="alignnone size-full wp-image-658" src="http://www.bastiankoch.com/wp-content/uploads/sm-kontakte.png" alt="" width="469" height="281" /></a></p>
<p>Erst die Vermutung, dass mein Freundeskreis zu sehr im Thema steckt, dann die scheinbare Bestätigung bezogen auf die Reichweite von Twitter und Google Plus im selbigen und jetzt das. Nur jeder zweite meiner Freunde ist mit mir auch außerhalb von Facebook online vernetzt. Der größte Teil davon auf Xing. Zwar bleibt die Reihenfolge erhalten, jedoch ist der Abstand zu Twitter und Google Plus deutlich größer. Der Circle-Dienst und LinkedIn halbieren sogar ihr Prozentwerte im Vergleich zur ersten Frage.</p>
<p><strong>7. Was sagt all das über meine Eingangsfrage?</strong></p>
<p>Die unterschiedlichen Dienste mit den selben Themen und Topics &#8211; insofern relevant &#8211; zu bespielen macht Sinn. Es scheint Lieblings-Netzwerke zu geben, die prioritär und aus unterschiedlichen Gründen genutzt werden. Darüber hinaus spielt die Unterscheidung zwischen Aktivität und Passivität in den Kanälen offensichtlich eine besondere Rolle, die es näher zu untersuchen lohnt.</p>
<p>Das mach ich irgendwann mal in Ruhe oder schreib ein Buch drüber.</p>
<p>Welche Erfahrungen habt ihr bisher gemacht, wenn ihr identische Inhalte auf unterschiedlichen Kanälen veröffentlicht? Macht ihr das überhaupt oder konzentriert ihr euch auf einen Kanal? Wo habt ihr von diesem Post erfahren?</p>
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		<title>Mehr Profil zeigen: Unternehmensprofile auf Facebook</title>
		<link>http://www.bastiankoch.com/2011/09/mehr-profil-zeigen-unternehmensprofile-auf-facebook/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 12:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Gastbeitrag entstand für medianet.at // Zum Artikel in der Print-Ansicht: hier entlang. Facebook ist trotz Privatsphäreeinstellungen, Skypeanbindung und der Möglichkeit von Freundeslisten über die prominente Präsenz von Anzeigen zum Massenmedium geworden. Allfacebook.de zählte zum 2. Juli 2011 knapp 20 Millionen aktive Nutzer – also Menschen die sich mindestens einmal in dem vergangenen Monat eingeloggt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Gastbeitrag entstand für <a href="http://www.medianet.at" target="_blank"><strong>media</strong>net.at</a> // Zum Artikel in der Print-Ansicht: <a href="http://www.medianet.at/fileadmin/main/Dateien/feature/MN496_feature.pdf" target="_blank">hier entlang</a>.</p>
<p><strong>F</strong>acebook ist trotz Privatsphäreeinstellungen, Skypeanbindung und der Möglichkeit von Freundeslisten über die prominente Präsenz von Anzeigen zum Massenmedium geworden. <a href="http://allfacebook.de/zahlen_fakten/facebook-infografik-und-statistiken" target="_blank">Allfacebook.de</a> zählte zum 2. Juli 2011 knapp 20 Millionen aktive Nutzer – also Menschen die sich mindestens einmal in dem vergangenen Monat eingeloggt haben. Die Annahme, hier auch potenzielle Kunden ansprechen zu können, ist mehr als gerechtfertigt. Richtig ist auch, dass das Anlegen einer Präsenz auf Facebook weder Hexenwerk noch Raketentechnologie ist, was aber nicht zu dem Trugschluss führen darf, dass keine Vorarbeit nötig ist. Konzeption, mögliche Design- und Programmierleistungen und eine umfassenden Übergabe durch den oder die Dienstleister sind notwendige Voraussetzungen. Problematisch wird  es aber, wenn es Anbieter und Abnehmer für das Erstellen einer Seite per Knopfdruck, brach liegende Profile und dem Einkauf so genannter Fans gibt. Letztere – wenn nicht sowieso Karteileichen – sind meist nicht im muttersprachlichen Umfeld zuhause und somit alles andere als brauchbar für die originären Ziele einer Facebook-Präsenz. Was gilt es zu beachten?</p>
<p><span id="more-649"></span><strong>Facebook bindet Ressourcen</strong></p>
<p>Dabei geht es nicht nur um die dauerhafte Pflege eines Profils durch professionelles Community Management, worüber man sich vor dem Start in jedes soziale Netz Gedanken machen sollte. Neben dem Aufwand-Nutzen Check steht die Aufgabe im Vordergrund Entscheidungen zu treffen: Wie lautet der Name der Seite (zum Beispiel: Markenname mit oder ohne Firmierung)? Welche Art von Unternehmensprofil der momentan offerierten sechs ist anzulegen? Interne oder externe Betreuung? Admin Account oder Freischaltung von Administratoren zur Pflege des Profils? Für Einzelunternehmen kann natürlich auch ein Personenprofil interessant sein, für gemeinnützige Vereine das Anlegen einer Gruppe. In den meisten Fällen entsprechen die Möglichkeiten von so genannten Pages jedoch am ehesten denen einer professionellen Web-Präsenz. Sind diese Punkte geklärt, sind die Stamm- und Kontaktdaten nutzer- und suchmaschinenfreundlich zu hinterlegen, ein Profilbild ist auszuwählen und auch die Einrichtung einer individuell gestalteten und programmierten Landingpage ist aus Marketingsicht durchaus von Vorteil. All diese Aktivitäten sollten natürlich mit dem Profil und der Vision eines Unternehmens einhergehen – der konzeptionelle Aufwand ist hierbei nicht zu unterschätzen.</p>
<p><strong>Facebook hat Standards etabliert</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Es beginnt in den Größenvorgaben für das Profilbild (max. 200x 600px) oder der Darstellung der aktuellsten Bilder über der Pinnwand, für deren Anordnung und Gestaltung bereits einige Applikationen im Umlauf sind. Für das Branding, die Suchmaschinen und die Reputation wird des weiteren eine so genannte Vanity-URL nachdrücklich empfohlen. Diese kann man mit mindestens 25 Fans beantragen. Facebook.com/NAME zum Beispiel ist schöner, übersichtlicher und auch vertrauenserweckender als Facebook.com/pages/NAME/Kaud3rwe15ch. Auf einer Facebookseite kann und sollte man weiterhin die Funktionen des Informationsfeldes für eine Kurzbeschreibung des Unternehmens nutzen und Lieblingsseiten (Facebbok-Präsenzen von Partnern) prominent verlinken. Neben der optischen Aufwertung des eher schlichten Designs ist darüber hinaus eine indirekte Kontaktaufnahme mit Seiten möglich, die in Bezug auf Reichweite und Ausrichtung mit dem eigenen Unternehmen korrespondieren. Ob Administratoren – ebenfalls  in der Sidebar – namentlich  vorgestellt werden sollen, hängt von der Philosophie des Unternehmens ab.</p>
<p><strong>Facebook ist ein soziales Netzwerk</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Erkenntnis scheint spätestens nach dem gleichnamigen Film trivial. Dennoch hat Facebook geschafft, was MySpace immer wollte, nämlich ein <em>place for friends</em> zu sein. Die Nutzer tauschen sich über Privates aus, teilen gute wie schlechte Erfahrungen und beziehen ihre Freunde in Kaufentscheidungen ein. Um als Unternehmen eine Chance zu haben nicht nur wahr-, sondern auch ernstgenommen zu werden, muss es als ebensolcher Freund daherkommen, Interesse zeigen und Mehrwerte bieten. Im Mittelpunkt stehen Entertainment und Information. Werbliche Inhalte werden im besten Fall durch die Art und Weise der Präsentation nicht als solche wahrgenommen. Doch nicht nur inhaltlich ist der soziale Aspekt wichtig. Facebook Präsenzen sind keine Portale für Pressemitteilungen, Status Updates keine schlichte One-to-Many Kommunikation. Ein erfolgreiches Unternehmensprofil passt seine Wortmeldungen in Häufigkeit, Inhalt und Duktus an den Bedarf der Zielgruppe an, stellt Fragen, gibt Antworten und greift positives wie negatives Feedback, das auch außerhalb der Plattform entsteht, proaktiv auf. Kritikfähigkeit und eine gesunde Selbsteinschätzung machen ein Unternehmen menschlicher und sorgen so für einen fairen Umgang auch in schwierigen Zeiten, da sich Freunde natürlich Fehler zugestehen.</p>
<p><strong>Facebook braucht Zeit</strong></p>
<p>Mit dem Verständnis, dass Vertrauen die Grundlage für eine erfolgreich aufgebaute Community ist, wird auch der Zeitfaktor klarer. Vertrauen kann man nicht erkaufen und auch nicht durch Penetranz erzwingen. Auf der anderen Seite haben Unternehmen auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken die Chance, mit wahren Markenbotschaftern für ihre Offenheit sowie Erreichbarkeit belohnt zu werden. Nicht nur, dass das jeweilige Profil oder Dienstleistungen und Produkte weiterempfohlen werden, auch für die Produktentwicklung oder das Rekrutieren neuer Mitarbeiter kann Facebook der richtige Weg sein. Und auch wenn Facebook bisher nur über Applikationen ein umsatzsteigender Abverkaufskanal sein kann, wird sich ein nachhaltiger Aufbau in Verbindung mit langfristiger Pflege der Community auszahlen: im Suchmaschinenranking, in Bezug auf Image, Branding und Reputation und somit natürlich schrittweise auch finanziell. Haben Sie Geduld.</p>
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