bastian koch keksbox
Categories: am Rande

oder wie man seine Abende verbringen kann.

Mittwoch: Potentielle Kunden – speziell aus der Bekanntschaft – trifft man gerne in lockerer Atmosphäre. Zum Beispiel bei zwei Kaltgetränken. Vorteile sind Gespräche, die über das Business hinaus gehen; Gespräche, die auch über die Beteiligung des eigentlichen “Zielkunden” hinausgehen und sich als sehr fruchtbar und interessant erweisen. Detailgespräche werden verschoben und es wird trotzdem sehr spät.

Donnerstag: Für die Netzwerk- und partnerakquise gibt es Netzwerktreffen. Wenn man nur darüber liest, scheint eins spannender als das andere. Die Online Marketing Lounge letzter Woche fasst der Veranstalter wie folgt zusammen. “Mehr als 200 Gäste trafen sich zum Networking. Sponsoren sorgten für erfrischende Freigetränke und ein Massageteam für Entspannung. Besondere Abwechselung boten diverse Party-Gadgets und ein Kicker-Tisch.”

Und wenn man mich gefragt hätte: “Mehr als 200 männliche Gäste, zum teil Nerds, trafen sich zum Rumstehen. Es gab Berliner Pilsener, Corona und kein Essen. Übrigens ebenso wenig wie ein Massageteam. Besondere Abwechslung bot das Party Gadget Bull-Shit-Button, dass auf Knopfdruck auf (Überraschung!) Bull-Shit-Talk hinwies. Der Kicker war zu Beginn gut besucht, stand dann aber kurze Zeit später ebenso nutzlos im Raum wie die meisten der männlichen Gäste.”

Auch wenn diese Voraussetzungen zu einem frühen Abgang führten, wurde die Auswertung über Sinn und Unsinn solcher Veranstaltungen umso ausführlicher. Und es wurde wieder spät.

Freitag: Wuhlheide, angenehme Menschen, angenehmes Wetter, ehrlicher Rock. Es wurde sehr spät.

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