Kollege Thomas Pfeiffer und ich (Sie kennen uns vielleicht aus Büchern wie ‘Social Media’) haben uns für die soziale und redaktionelle Begleitung der re:publica 2013 für eine politische Institution beworben. Leider waren wir nicht die einzigen und haben noch leiderer den Zuschlag nicht bekommen. Doch im Rahmen der Bewerbung (im Februar!!!) saugten wir uns eine Arbeitsprobe aus den twitternden Fingern, die als Vorab-Blogpost gemeint war und den ich nun, trotz Niederlage im Auswahlverfahren, nicht einfach so verstauben lassen möchte. Guter Content ist immerhin eine harte Währung – und in diesem Fall liegt das Geld auf dem Rechner. Nur das es kein Geld gibt. Mehr lesen…
Einen Blick hinter eines der meist benutzten und am wenigsten verstandenen Buzzwords der Zunft wirft gerade die Blogparade ‘Are we all Storytellers’ von Caroline Kliemt aka Reichweite. Einige schöne, interessante und unterhaltsame Artikel sind da schon zusammen gekommen. Der Schwerpunkt liegt bislang auf Techniken, Erfahrungen sowie Fallbeispielen unter anderem aus Social Media, PR und SEO Sicht.
Hier geht es um den Unterschied zwischen Unternehmenskommunikation auf der einen und Fiktion bzw. Dokumentation auf der anderen Seite der Storytellingmedaille. Unter anderem. Mehr lesen…
Über die wachsende (und teilweise sinnlose) Zahl an sozialen (und teilweise sinnlosen) Netzwerken und Webpräsenzen zur Pflege der eigenen Reputation, zum Austausch, zum Spaß sowie des zeit- und wortgleichen Crosspostings auf zehn + x Profilen hab ich mich schon an anderer Stelle ausgelassen. Was einen eigenen Blick Wert ist, ist die Darstellung der Profession in mehr oder weniger personalisierbaren Profilen, die über eine gepflegte Xing oder LinkedIn Präsenz hinausgehen. Mehr lesen…
Spiegel Online berichtet unangenehm genüsslich vom (tiefen) Fall Aka-Aki, Sascha Lobo spricht im selben Medium über die momentan allgegenwärtige, weil fehlende ‘Kultur des Scheiterns’ in Deutschlands. Gleichzeitig stellt sich Wirtschaftsminister Rösler der Startupszene im Rahmen der UdL Digital im BASE_camp und besucht zusammen mit der Kanzlerin die Spieleentwickler von Wooga, die zusammen mit SoundCloud und getamen.com, als die erfolgreichen Berliner Online-Gründungen herhalten dürfen. Natürlich, es ist Wahlkampf, aber auch das gehört zum Berufsbild von Politikern und dass Themen rund die Silicon Allee relevant genug für Stimmenfang und Vor-Ort-Präsenz sind, ist ja auch nicht das schlechteste Zeichen für den Standort.
Vielleicht ist es sogar endlich das Ende eines Hypes, der vom Wesentlichen ablenkt und seinen Fokus ja doch nur auf die üblichen Verdächtigen und ihre Schnauzbärte richtet. Vielleicht die Zeit, für etwas Kulturoptimismus und Chancen, die genutzt und nicht verpasst werden. Vielleicht wissen wir in der kommenden Woche mehr, wenn das inzwischen dritte Startup Camp Berlin* vom ECB (entrepreneursclub berlin) und dem jungen Bundesverband Deutsche Startups e.V. hoffentlich feierlich beendet wird.
Internet Trends aus dem Jahr 2012, soziale Offenbarungen? Fehlanzeige. Bevor hier jemand laut Pinterest ruft, der Dienst mit der Tapete gehörte schon 2011 zu den besten Webseiten (laut TIME MAGAZIN). Richtig, es gab einfach kein soziales Netzwerk, das in diesem Jahr durchstartete und wirklich im Konzert der Großen mitzuspielen in der Lage ist. Eine Übernahme hier, ein Feature da und das wars. Und Mobile Dingens? Entschuldigung, das iPhone feiert in diesen Wochen seinen sechsten Geburtstag. Ja, es gibt mittlerweile schönere Apps, bessere Devices, größere Auswahl, mehr Möglichkeiten. Na und?
Location Based Services, die Cloud, Open Source, Streaming Dienste, Deals, Crowdfunding, Gamification sind inzwischen allgegenwärtig, aber wirklich neu? (Muss gerade an Monthy Python/Leben des Brian denken: ‘Was haben uns die Römer gebracht, außer …’)
Und Augmented Reality im erhofften und versprochenen Sinne wird es wohl erst geben, wenn jemand die hässlichen QR-Codes abschafft bzw. ersetzt.
Meine Kamera kann Visitenkarten lesen, warum nicht auch Hyperlinks erkennen? Eben. Und wer sagt denn, dass die Form einer Wurst (nur als Beispiel) zu einer entsprechenden Herstellerseite führen kann oder das Gesicht eines Künstlers auf dessen Facebook Profil oder die Umrisse einer Sehenswürdigkeit zu einem Stadtmarketing-Portal?
QR-Codes … ich glaube, wir haben uns die Zukunft zu kompliziert vorgestellt.
Es scheint sogar, als wären wir – zumindest für einen überschaubaren Zeitraum – 2011 technologisch stehen geblieben oder um es positiver auszudrücken angekommen. Es rüttelt und ruckelt sich zurecht.
Drei Dinge, die in 2013 trotzdem oder deswegen wichtig werden:
Es gibt mindestens zwei Dinge, die zu Weihnachten besonders häufig verschenkt werden. Trotz Krise: Musik in Form von Tonträgern und Konzertkarten, wobei die Herausforderung darin besteht, das ein echter Fan natürlich schon (zumindest) MP3 und Ticket besitzt und wenn nicht – gar kein Fan ist bzw. keinen Wert darauf legt – erneut mit einer Jugendsünde belästigt zu werden.
Die zweite Sache sind Jahreskalender, was sich so kurz vor dem Jahreswechsel auch anbietet: selbstgebastelt und selbst geklebt hat es zusätzlich etwas sehr persönliches: wegen professioneller oder dlletantischer Zusammenführung der Utensiellen, wegen der Art der Gestaltung, wegen der Auswahl der Motive.
Heute schaltete Facebook die Promotion privater Status Updates als sponsored Posts frei (allfacebook.de und t3n berichteten). Dabei soll das wahrscheinlich keine entscheidende Einnahmequelle werden, sondern vor allem die Werbung von Unternehmensseiten attraktiver und alternativloser machen, wenn selbst Mitarbeiter oder gekaufte Likes nicht in der Lage sind, den Edge Rank künstlich nach oben zu treiben.
Aber Facebook schafft sich weiter ab, wenn die Timeline nicht mehr das Unterhaltungsprogramm mit Werbeblöcken, sondern ein Werbeblock mit Unterhaltungspausen ist.
Impressum | © 2013 Bastian Koch – alive and blogging.